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Messen: Preise für Bauen mit Naturstein

(April 2008) Benannt wurden jetzt die diesjährigen Gewinner der Preise für Architektur mit Marmor (MAA), die am 31. Mai anlässlich der Messe Marmotec in Carrara vergeben werden. Besonderheit dieser Prämierung ist, dass sie jeweils Arbeiten aus einer Weltregion bewertet. Diesmal ging es um Projekte von der Südhalbkugel, nämlich aus Australien, Mittel- und Südamerika sowie Südafrika. 60 Einreichungen hatte es gegeben, wie es in einer Pressemitteilung der Messe heißt.

In der Kategorie Innengestaltung wurde der erste Preis zweimal vergeben. Einmal ging er an das argentinische Büro Atelman, Fourcade, Tapia Arquitectos für das inzwischen vielfach gerühmte MALBA, das Museum für Lateinamerikanische Kunst in Buenos Aires. Verwendet wurden argentinische Granite, die Marmore Carrara White aus Italien sowie Crema Marfil aus Spanien und der deutsche Kalkstein Jura Gold. Zum anderen wurde das Wohnhaus Casa del Puente des mexikanischen Büros Zd+a in Mexiko City ausgezeichnet. Die Architekten verwendeten hier einheimischen Travertin zusammen mit dem italienischen Verde Saint Denise.

Eine besondere Erwähnung bekam das mexikanische Büro BGP Arquitetura für seine CASA AV ebenfalls in der mexikanischen Hauptstadt. Zum Einsatz kamen hier die einheimischen Recinto und Gris Chiluca sowie der griechische Thassos White.

In der Kategorie Außengestaltung ging der erste Preis an das Trauerhaus (Casa de Meditación) des Büros Pascal Arquitectos in Mexiko City. Sie verwendeten den spanischen Granit Grissal.

Bemerkenswert seien auch die Einreichungen im Bereich Landschaftsgestaltung gewesen, schreibt die Messegesellschaft weiter. Der erste Preis ging hier an die Südafrikaner Luis da Silva and Kevin Johnston für ihre Gestaltung am Gebäude der Provinzregierung Northern Cape Provincial Legislature (NCPL) in der Stadt Kimberly. Sie verwendeten einheimische Steine, darunter auch Schiefer: Agra Red, Silver Blue, Pamas Green, Rich Autumn und Kimberlite (Foto oben über dem Text).

Design und Kongress

In diesem Jahr will die Messe (29. Mai bis 1. Juni), die künftig nur noch alle zwei Jahre im Wechsel mit der Stone+tec in Nürnberg stattfindet, die Themen Design und Architektur noch stärker behandeln als bisher. Dazu findet der Wettbewerb mit dem Titel „Dressed Stone Award” statt, wo junge Gestalter aus der ganzen Welt ihre Arbeiten vorstellen.

Neuheit ist in Halle E der Bereich „Natural Stone Vision”: Dort wird ein Kubus aufgebaut, außen schwarz und innen weiß, mit einem großen, symbolischen Tisch im Inneren, an dem sich kreative Leute treffen sollen, um sich über Ideen zu verständigen und Möglichkeiten auszuloten. Am Ende der Messetage soll dann eine „Vision” formuliert werden. Im Vorfeld dazu wird im April während der Mailänder Design Woche ein Expertentreffen im Superstudio Più stattfinden.

Als „wichtigtes Ereignis” im Rahmen der Marmotec bezeichnet die Messegesellschaft den Internationalen Natursteinkongress (ICDS) am 29. bis 30. Mai. Er wird zum zweiten Mal gemeinsam veranstaltet von italienischen und brasilianischen Organisationen.