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Architektur: mahnende Schrift an der Wand

Newseum1(Juni 2008) Nicht zu übersehen ist die Schrift an der Wand, deren Inhalt wir hier mit unseren Worten wiedergeben: der US-Kongress soll kein Gesetz machen, das die Meinungs- und Pressefreiheit in den USA einschränkt. Das steht in riesengroßen Buchstaben auf der Marmorwand, die der Fassade des neuen Museums für das Nachrichtenwesen Newseum in der US-Hauptstadt Washington vorgehängt ist. Bei den im Original 45 Wörtern handelt es sich um den ersten Zusatzartikel zur Verfassung der USA.

175 t schwer und 22,5 m mal 15,80 m groß ist die Schrifttafel. Sie besteht aus rosa Tennesse Marmor, der gewissermaßen ein nationales Material des Landes ist, wird er doch seit Generationen an vielen Gebäuden in der Hauptstadt eingesetzt, etwa am Capitol. So ist es auf den Seiten der Lieferfirma Tennessee Marble mit Sitz in Friendsville nachzulesen.

Die neue Attraktion in der US-Bundeshauptstadt wurde im April 2008 eröffnet. Die Baukosten betrugen 450 Millionen Dollar. Gezeigt werden in dem Museum historische Fotos und Zeitungsseiten genauso wie Helikopter oder Fernsehsatelliten der Fernsehkanäle. Besucher können sich mehrere hundert Stunden Film anschauen, an Computern spielen oder sich in einem Newsroom als Redakteure versuchen.

Gezeigt werden aber nicht nur die Sternstunden der Medien, sondern auch deren Pannen. Zum Beispiel der Aufmacher der Chicago Daily Tribune vom 3. November 1948: Berichtet wurde da, dass Thomas Dewey der neue Präsident der USA sein würde – in Wirklichkeit aber war Harry Truman wiedergewählt worden.

Das Newseum befindet sich unweit von Capitol und Weißem Haus und bietet sehenswerte Blicke über die Stadt.

Newseum

Tennessee Marble

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