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Design: Jade für die Medaillen

Foto: BOCOG(August 2008) Zum ersten Mal in der Geschichte der modernen Olympischen Spiele wird Jade für die Medaillen benutzt, und zwar in Form eines Rings, der das uralte chinesische Symbol der Bi-Scheibe aufgreift. Bei diesen Scheiben aus Kulturen vor Christus handelte es sich um kreisrunde Plättchen aus dem Schmuckstein aus den Mineralien Jadeit und Nephrit mit einem Loch in der Mitte. Forscher vermuten, dass die Scheiben den Himmel symbolisieren sollten, und verdienten Toten für ihren Weg dorthin ins Grab gegeben wurden.

Die Rückseiten der Medaillen bestehen aus einem golden, silbern beziehungsweise bronzen leuchtenden Außenring, auf den innen die Jade-Scheibe folgt. Das Material im Scheibenloch entspricht wiederum dem des Außenrings. Während die historischen Bi-Scheiben häufig mit Abbildungen von Drachen verziert waren, ist bei den Medaillen das Symbol der Spiele aufgebracht. Die Vorderseite ist wie bei Olympischen Medaillen durch das IOC vorgegeben, nämlich ein Abbild der Siegesgöttin Nike vor einem Tribünenrund.

Bei der Goldmedaille besteht die Steinscheibe aus reinweißem Nephrit. Bei der Bronzemedaille handelt es sich um einen Nephrit in dunklerem Grün. Die Silbermedaille schließlich besteht aus blass-grüner Jade.

Die Medaillen haben einen Durchmesser von 7 cm und eine Dicke von 6 mm. Die Olympischen Spiele in Peking finden vom 8. bis 24. August 2008 statt.