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Miszellen

xMiscellen(November 2008) Als „Erfolg jenseits aller Erwartungen“ bezeichnet eine Pressemitteilung der Veroneser Marmomacc die Besucherzahlen dieses Jahres auf der weltgrößten Natursteinmesse. Sie beliefen sich auf 63.000 – was aber kein Erfolg gewesen sein kann, denn im Jahr zuvor hatten sie noch 65.000 betragen. Eine Steigerung verbuchte hingegen die Zahl der Aussteller: 1536 waren es (gegenüber 1510 im Vorjahr). Bei der Ausstellungsfläche gab es auch eine leichte Steigerung auf 77.000 m².

Mit einer lobenden Erwähnung im Rahmen der Red-Dot-Designpreise des Jahres 2008 wurde ein innovativer Ski aus der Schweiz ausgezeichnet, der in seinem Inneren aus einer nur wenige Millimeter dünnen Scheibe aus Granit besteht. Das Materialgeheimnis liegt darin, dass der Stein mit Carbonfaser ummantelt ist, was dem Ski, so sagen Experten, ganz neue Fahreigenschaften gibt. Entwickler der Carbonfaser sind die Brüder Kuse, Ingenieur und Steinmetz, aus Deutschland mit ihrer Firma TechnoCarbon. Der Ski stammt von der Schweizer Nobelmarke zai. Bei dem Stein handelt es sich um gewöhnlichen Granit aus dem Calanca-Tal in Graubünden.

Mit seinem Edelstahlüberzug sieht der neue Betonstein in Pflasterform „SCube“ sehr edel aus. Hergestellt wird er von der österreichischen Firma Remus. Als Oberflächen des Metalls sind möglich glatt, gerillt, genoppt, glänzend und hochglanzpoliert. Größen von 8 x 8 cm bis 10 x 20 cm sind lieferbar. Auch kann der „SCube“ ganz „individuell gestaltet werden“, so die Firma auf ihrer Webpage.

Die Form von übereinander liegenden Wüstenkieseln werden die Gebäude des gigantischen „King Abdulaziz Center for Knowledge and Culture“ in Saudi Arabien haben, für die 2008 der Grundstein gelegt wurde. In dem Komplex auf dem ersten Ölfeld in der Wüste soll es ein Museum, eine Bibliothek, ein Theater, Kinos und weitere Kultureinrichtungen geben, wie es auf einer Website heißt. Bauherr ist Saudi Aramco, die größte Ölförderungsgesellschaft der Welt. Der Entwurf stammt von dem norwegischen Büro Snøhetta. Als Jahr der Fertigstellung ist 2012 anvisiert. Video.

Als ideales Material für Küchenarbeitsplatten sehen die US-Bürger den Granit. Das ist das Ergebnis einer Befragung bei 2021 Erwachsenen, die das Marble Institute of America (MIA) im Oktober 20008 durchführen ließ. Hintergrund ist zum einen das Vordringen von Kunststein auf diesen wichtigen Markt und sind zum anderen Medienkampagnen, die den Granit als gefährliche Quelle des Gases Radon brandmarken wollten. Nach der Studie wünschten sich 55 % der Befragten „für ihre Traumküche“ diesen Naturstein. Für synthetische Materialien sprachen sich nur 9 % aus. Einer der Gründe hierfür war, dass Naturstein als sichere Investition gesehen wird – 90 % der Befragten meinten, dass er „den Wiederverkaufswert ihres Hauses steigern würde“. Was die angebliche Gesundheitsbelastung durch Radonemissionen angeht, waren 84 % der Befragten sich ganz sicher oder zumindest irgendwie der Meinung, dass Naturstein „zu den sichersten, schönsten und haltbarsten Materialien für Arbeitsplatten“ zu zählen ist. Die Ergebnisse gelten quer durch alle Schichten, so das MIA in einer Pressemitteilung.

Was bei Küchenarbeitsplatten aus Naturstein von der Installation bis hin zur Pflege beachtet werden sollte, hat das Marble Intsitute of America (MIA) in einer Dokumentation zusammengetragen. Die Schrift mit dem Titel „A Homeowner’s Guide to Natural Stone Countertop Installation“ und 28 Seiten Umfang kann kostenlos heruntergeladen werden. Größere Mengen als Print sind über die Website des MIA zu bestellen.

Einen tiefen Blick in die Erdgeschichte haben Paläontologen kürzlich in Steinbrüchen in Deutschland genommen. In Obernkirchen unweit von Hannover wurden 140 Millionen Jahre alte Saurierfährten gefunden. Sensationell sind die Abdrücke von Raptoren – jenen unheimlichen Räubern mit den sichelförmigen Krallen an zwei Zehen, die im Film Jurassic Parc die Menschen das Fürchten lehren. Bisher hatte man geglaubt, dass sie nur in Asien heimisch gewesen seien. Unterdessen gibt es Streit um eine Fundstelle in Bernburg im Bundesstaat Sachsen-Anhalt: Dort will ein Wissenschaftler im Kalkstein gar 243 Millionen Jahre alte Fährten gefunden haben – bisher wurde das Auftauchen der Dinos aber auf 15 Millionen Jahre später angesetzt. Einen ebenfalls sensationellen Fund haben auch chinesische Forscher in der Inneren Mongolei gemacht, nämlich das Fossil eines nur 160 Gramm schweren Dinos, dessen Körper mit Federn bedeckt war. Das taubengroße Tierchen konnte jedoch nicht fliegen und nutzte seine auffällig großen Schwanzfedern vermutlich nur für die Balz. Es ist wahrscheinlich ein Vertreter des Übergangs von den Echsen zu den Vögeln, wie das Wissenschaftsmagazin Nature (455: 1105-1108) schreibt.