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Miszellen

        (Januar 2009) Eine Mineralienausstellung besonderer Art wurde im Oktober 2008 in Freiberg in Sachsen eröffnet. Die Schau in der alten Bergbaustadt zeigt nicht nur rund 5000 außergewöhnliche Stücke, die aus der unter Fachleuten berühmten Privatsammlung Pohl-Ströher stammen. Auch die Präsentation ist innovativ, so dass die Ausstellung mit Namen „Terra Mineralia“ schon mit dem Smithsonian Institute in Washington D.C. und dem Musée National d’Histoire Naturelle in Paris verglichen wurde.

Weil vor 50 Millionen Jahren das heutige Indien mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit auf die Landmasse von Eurasien prallte, falteten sich der Himalaya und das Tibetanische Hochland zu ihren enormen Höhen auf. Wieso der Aufprall mit so hohem Tempo erfolgte, konnten Wissenschaftler des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) und des indischen National Geophysical Research Institute (NGRI) nun klären: Danach ist die indische Kontinentplatte nur 100 km dick und insofern sehr viel „dünner“ als die eurasische mit rund 200 km, weshalb sie mit weniger Widerstand auf der heißen Gesteinsschmelze im Erdmantel dahingleiten konnte. Übrigens: die hohe Geschwindigkeit betrug in Zahlen zirka 20 cm pro Jahr.

Zu den ganz großen Naturstein-Bauherren der Welt zählen die Korallenriffe, die seit Millionen Jahren durch ihren Stoffwechsel die Kalkstrukturen in warmen Gewässern entstehen lassen. Seit etwa zehn Jahren weiß man, dass es auch Kaltwasserriffe (englisch) gibt. Sie erstrecken sich im Atlantik von Spanien bis Norwegen in Wassertiefen von 100 bis zu mehreren 1000 Metern. Hier wie in den Tropen ist ihr Überleben bedroht.

Die Umgebung von San Franzisko, die so genannte Bay Area, soll bis 2012 zur führenden Region beim Übergang von Benzin- zu Elektroautos werden. Bieten sich hier Chancen für die Natursteinindustrie? Immerhin sind 250.000 Ladestationen plus 200 Zentren für den Austausch von Batterien geplant. Die wollen gestaltet werden – mit umweltfreundlichem Baumaterial, klar doch. Das Projekt „Better Place“ (englisch), das die Initiative vorantreibt, unterhält bereits ähnliche Vorhaben in Dänemark, Australien und Israel.