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Design: Vase ganz anders

„Shifting Vase“(März 2009) Wie soll das gehen? fragt sich der Betrachter beim ersten Blick, und beim zweiten kommt er zu dem Schluss, dass es nicht gehen kann. Die Vase „Shifting Vase“ aus dem Designbüro Isolation Unit in Osaka ist nämlich in mehrere übereinander liegende Ringe geteilt, welche sich gegeneinander verschieben lassen, so dass eigentlich das Blumenwasser auslaufen müsste.

Das tut es aber nicht, und der Trick folgt den Regeln der japanischen Blumenkunst Ikebana: Nur der unterste Teil der Vase enthält Wasser (was für die Pflanzenstiele ausreichend ist), und so können die Segmente obendrüber unabhängig voneinander verschoben werden. Mehr noch: die Einzelteile lassen auch je nach Tageslaune der Besitzer in ihrer Abfolge neu stapeln.

Das ist Spielerei, sicher. Aber originell dennoch. Denn es bricht es mit der Art von Vase, die man gewohnt ist.

Hergestellt werden die Designstücke von einem Handwerker in der Präfektur Kagawa. Zunächst sind sie massiv, dann werden sie aufgebohrt und schließlich in fünf gleich hohe Segmente zersägt. Das Material ist wahlweise Marmor oder Granit.

Eine andere ungewöhnliche Arbeit des Designbüros ist das Wasserglas, das schief steht wie der Turm von Pisa.

Isolation Unit

Fotos: Takumi Ota Photography