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Messen: Marble Izmir will an die Spitze

Zur Eröffnung ein Symphoniekonzert mit Staatsgründer Atatürk auf dem Plakat.(Mai 2009) Die Ziele sind hoch gesteckt und sie waren auf der 15. Messe Marble in Izmir nicht nur bei der feierlichen Eröffnung mit Symphonieorchester zu hören. „Wir wollen unter den Steinmessen den ersten Platz einnehmen“, erklärte der Bürgermeister der türkischen 3-Millionen-Industriestadt an der Mittelmeerküste. Dazu kündigte er an, dass die Messe „auch weiterhin die Unterstützung der Stadt bekommt“.

Was der Politiker exakt mit dieser Aussage meinte, erläuterte Zeynep Aslı Acar, bei der Messegesellschaft für internationale Fragen zuständig, später im Gespräch: „Da wir am bisherigen Standort mitten in der Stadt nicht mehr wachsen können, ziehen wir ein auf neues Messegelände fünf Minuten vom Flughafen und 20 Minuten von der City um.“

Schon zum nächsten Messetermin vom 24. bis 27. März 2010 sollen dort anstelle der derzeit 42.500 m² Ausstellungsfläche 330.000 m² zur Verfügung stehen. Im Endzustand in 4 Jahren werde die Anlage in der Freihandelszone Aegean Free Zone 600.000 m² inklusive Hotel und Konferenzgebäude umfassen, wie Frau Acar sagt.

Das alles zielt darauf, die Marmomacc in Verona von ihrem ersten Platz unter den Steinmessen zu verdrängen. Nicht nur mit mehr Fläche will die Messegesellschaft das erreichen, sondern auch mit einer Konferenz, auf der die aktuellen Themen und die Fragen der Zukunft diskutiert werden, so Frau Acar. Vorbild ist hier die Coverings in den USA.

Die Zahlen dieses Jahres: 51.560 Besucher und 1112 Aussteller (2008: 1097) davon 258 aus dem Ausland, 42.500 m² Ausstellungsfläche. Zum Vergleich die Marmomacc vom vergangenen Oktober: 63.000 Besucher, 1536 Aussteller davon 690 aus dem Ausland, 77.000 m²; die Messe in Xiamen vom Anfang dieses Jahres: 86.713 Besucher und 1211 Aussteller, 90.000 m² (alles Angaben der jeweiligen Messefirmen).

Schon jetzt ist festzustellen, dass die Marble in Izmir ein eigenes Profil hat: aus der Türkei kommen die Spezialisten für Mosaike. Dabei darf man unter modernem türkischem Mosaik schon lange nicht mehr die uralte Kunst der Steinchenleger sehen, in der übrigens schon das antike Smyrna, der Vorläufer von Izmir, Weltrang hatte.

Stichworte sind Pixelmosaike, die wir am Beispiel der Firma Bayyurt in einem separaten Beitrag dieser Ausgabe vorstellen, und Riemchenmosaike, von denen wir ein paar Beispiele zeigen. Wahrscheinlich kann man die türkischen Firmen auch in Sachen Intarsien zu den weltweiten Vorreitern zählen.

Marble Izmir