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Kunst: tiefe Einsichten in die Mineralien

Schist.(Juni 2009) „Glowing Edges“ („Leuchtende Grenzflächen“) nennt Scott Engering seine Fotos von Dünnschnitten unter dem Mikroskop. Nur 0,003 mm sind sie dick und wenn man polarisiertes Licht durch sie und ihre gläserne Trägerschicht hindurchschickt, dann strahlen sie in vielen Farben, dies ganz individuell je nach ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer Kristallstruktur.

1849 hatte Henry Sorby aus Sheffield die Methode der mikroskopischen Petrography erfunden, wo man das Licht als Analysewerkzeug für Steine benutzte. Ein Schriftsteller nannte damals die Bilder „auf bizarre Weise futuristisch“.

Scott Engering ist gelernter Geologe, und er hat sich in Großbritannien einen Namen gemacht als Berater bei der Restaurierung von Naturstein sowie als Fotograf und Journalist.

Engering vermarktet inzwischen seine tiefen Einsichten in die Mineralien nicht mehr nur als Fotos für Wände oder als Leuchtobjekte für Bars und Restaurants. Mit Hilfe von Bildbearbeitung und massiven Vergrößerungen verfremdet er sie und treibt sie weiter in Richtung rein grafischer Strukturen.

Glowing Edges Designs

Fotos: Scott Engering