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Miszellen

xMiscellen(August 2009) Für Seilsägen tut sich in der Demontage alter Atomkraftwerke ein großes Einsatzgebiet auf. Damit das hochradioaktive Baumaterial kontrolliert zerlegt werden kann, entwickeln Forscher eine Kühlung des Diamantseils mit sehr kalter Luft. Diese soll anstelle von Wasser auch den kontaminierten Abrieb abtransportieren.

Gesteinsmaterial aus der „Höllenzeit“ der Erde, dem Hadaikum, haben Forscher in Indien gefunden (Nature, 459, 1118-1121; doi:10.1038). In jener Epoche vor 4 bis 4,5 Milliarden Jahren war unser Planet von einem Ozean aus geschmolzenem Gestein umgeben. Solche Funde sind insofern sensationell, als Gestein über die langen Zeitläufe eigentlich immer wieder umgearbeitet wird. Zum ersten Mal war vor etwa einem Jahr solch ein Material in Kanada entdeckt worden.

Bottle-Table nennen die Designer Edward Barber und Jay Osgerby ihre Tische aus weißem oder schwarzem Marmor http://www.barberosgerby.com > Furniture > Bottle Table.

Die Eroberung der Wüste durch den Menschen soll eine Monumentalskulptur thematisieren, für die von der Region Antofagasta in Chile ein Wettbewerb ausgeschrieben wurde (spanisch).

Geschenkideen aus Naturstein hat das schwedische Svarteborg Stencenter auf seiner Webpage (schwedisch). Für Touristen bietet es Besuche in Steinwerkstätten.

Mit einer Gitarre aus Stein ist wieder ein Entwickler auf den Markt gekommen, diesmal ein Gitarrenbauer: „Stonehenge“ nennt Frank Scheucher aus Deutschland seine Elektrogitarre mit Body aus Spektrolith. Wie er sagt, habe er nicht einfach das Material ausgetauscht, sondern einen anderen Weg verfolgt, so dass das Instrument mit 5,9 kg nur wenig schwerer sei als eins mit Body aus Massivholz. Er hofft, das Gewicht noch weiter reduzieren zu können.

Als „Notizbücher“ für die Gartengestaltung mit Naturstein bezeichnet der belgische Verband Pierres et Marbres de Wallonie seine drei neuen Broschüren, die sich den Themen „Oberflächen“, „Mauern“ und „Treppen“ widmen. Die Hefte mit 20 Seiten Umfang können kostenlos in vier Sprachen heruntergeladen werden.

Eigentlich ein Wunder ist es, dass der Steinmetz mit seinem Hammer den Meißel trift, wo er doch beides nicht gleichzeitig im Blick halten kann. Die Erklärung ist, dass schon nach wenig Übung das Gehirn den Hammer nicht mehr als externes Werkzeug wahrnimmt, sondern als Erweiterung von Hand und Arm „fühlt“. Es sei diese Fähigkeit des Menschen zur Veränderung der eigenen Körperwahrnehmung, die den Gebrauch von Werkzeugen erst möglich mache, schreiben französische Forscher (Current Biology, Bd. 19, S. 12)(abstract).