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Kunst: Steine erzählen lassen

Durch die „Fernrohrsteine“ kann man hindurchgucken in Richtung Skandinavien, von wo das Eis die Findlinge mitbrachte.(Dezember 2009) Am schönsten ist die Station „Eiswürfel“: Da hängt über dem Spaziergänger ein Gewirr von Steinen in der Luft und wenn er an eine markierte Stelle im Boden tritt, wird daraus plötzlich das Wort „Eis“.

Wir befinden uns auf dem Erlebnispfad zur Eiszeit in der Nähe der deutschen Stadt Hannover. Dort haben zwei Land-Art-Künstler unter dem Titel „Bewegte Steine“ zehn Stationen geschaffen, wo Kinder und Erwachsene einen Eindruck davon bekommen, was die Eiszeit war und wie sich das in den Findlingen von heute widerspiegelt.

Zur Erinnerung: In den kalten Perioden der Erdgeschichte flossen riesige Gletscher über Land – große Teile der heutigen Nordhalbkugel lagen damals unter Eis von mitunter 2 km Dicke!

Der Norden Deutschlands, wo auch Hannover liegt, ist seitdem platt gewalzt und flach. Thema des Erlebnispfades ist nun, was an Steinen die Gletscher auf ihrem Weg vom Nordpol mitbrachten, wie sich die Brocken unterwegs veränderten und wie man sich die Reise über gut 1000 km vorstellen muss.

Zehn Stationen widmen sich den einzelnen Aspekten. Und sie tun das so, dass der Spaziergänger selber immer etwas zu tun hat (siehe Fotos).

Großartig ist dieser Erlebnispfad, gestaltet von den Land-Art-Künstlern Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek. Für die Gestaltung der einzelnen Stationen arbeiteten sie mit Steinmetzen und anderen Künstlern zusammen.

Erlebnispfad „Bewegte Steine“

Andere Projekte der beiden Künstler

Der Erlebnispfad liegt unweit von Hannover. Mit der S-Bahnlinie 4 kommt man in etwa 20 Minuten zur Ortschaft Mellendorf. Etwa 3 km von dort liegen Brelingen und Bennemühlen, von denen aus der Rundweg um den Brelinger Berg und durch den Wald leicht zu erreichen ist. Zwar ist der Weg selbst prima gekennzeichnet. Leider aber fehlt bislang die Ausschilderung dorthin.

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