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Miszellen

(August 2010) Fassaden aus Glas schneiden bei der Ökobilanz deutlich schlechter ab als solche aus Naturstein. Das weist eine Studie nach, die der Deutsche Natursteinverband in Auftrag gegeben hat. Zum einen ist in Gebäuden mit Außenhaut aus Glas der Energieverbrauch für Heizung beziehungsweise Kühlung viel höher. Das bedeutet umgekehrt, dass Gebäude mit Steinfassade sich mit geringeren Energiekosten betreiben lassen. Zum anderen wird für Glas auch bei der Herstellung deutlich mehr Energie benötigt. Auch bei anderen umweltrelevanten Faktoren schneidet Stein deutlich besser ab. Eine Zusammenfassung der Studie hat die Zeitschrift Naturstein auf ihrer Webpage veröffentlicht.

Aufwärtstrend in den USA. Wir hatten in unserer Juli-Ausgabe über den drastischen Rückgang bei den Steinimporten der USA während des Jahres 2009 berichtet. Nun bringt das Magazin Stone Business Zahlen vom April 2010, die gegenüber dem Vorjahresmonat einen kräftigen Anstieg zeigen. Das stimmt mit unserer Beobachtung überein, dass seit gut einem dreiviertel Jahr auf Steinmessen viele Händler wieder von guten Geschäften mit ihren US-Kunden berichten.

Die französischen Départements gibt es jetzt als Steinpuzzle, 5 m x 5m groß, 15 cm dick und insgesamt mehr als 6 t schwer (französisch 1, 2). Das Kunstwerk befindet sich in dem Ort Maussane-les-Alpilles. Dafür brachte der Architekt Bernard Souveton zusammen mit seiner Ehefrau rund 70 Firmen aus dem ganzen Land dazu, dass sie nach seinen Vorgaben heimische Steinsorten sägten und schickten. Jedes Stück trägt den Namen des Départements, aus dem es stammt.

„Stone Project“ nennt sich eine Initiative des Edinburgh College of Art. Sie will die künstlerische Beschäftigung mit Stein fördern und sammelt deshalb auf ihrer Website die unterschiedlichsten Informationen von Geo-Wissen über Handwerkstechniken bis hin zu Filmmaterial.

Dreamwall Marble Glass von der US-Firma Gardener Glass Products besteht aus Photos einer Steinscheibe hinter Glas.

In ihrem Marketing verweist die Steinbranche gerne darauf, dass schon die europäische Antike die Schönheit des Marmors schätzte. Das stimmt so nicht, weist die Ausstellung „Bunte Götter“ im Berliner Pergamonmuseum nach: Zwar war Marmor damals das bevorzugte Material, allerdings wurden die Skulpturen bemalt. Gleiches galt für die Tempel.

Für Hausbesitzer, die Angst haben, dass ihr Schlüssel unter der Fußmatte von Einbrechern gefunden wird, kommt Hilfe aus Polen: ein echter Stein ist ausgehöhlt und mit einem Deckel versehen, so dass man darin den Schlüssel ablegen und das Ganze unauffällig an jeder beliebigen Stelle auf dem Grundstück deponieren kann.

Briefkästen und Klingelschilder aus Stein hat die belgische Firma Marbrerie Louis.

Für den Deutschen Fassadenpreis 2011 für vorgehängte hinterlüftete Fassaden sind noch bis zum 1. November 2010 Einreichungen möglich. Ausgelobt wurde der Preis vom Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V.

In der Walhalla in Bayern gibt es jetzt auch eine Büste des Dichters Heinrich Heine.

Video des Monats: Skaten im Steinbruch als PR-Aktion von Red Bull.