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Design: mindestens 30 Jahre Haltbarkeit

(Oktober 2010) Weltweit hat die Tourismusbranche dasselbe Problem: Wind und Wetter fressen die Schilder mit den Hinweisen für die Besucher in kurzer Zeit weg oder lassen sie zumindest rostig und hässlich aussehen. Mit einer Lösung in Stein hat die französische Firma Empreinte internationalen Erfolg: Sie benutzt Lavagestein für die Tafeln und brennt die Hinweise in Emaille darauf. Als Lebensdauer dieser Schilder nennt Laurence Navez, die bei der Firma die Pressearbeit macht, 30 Jahre. Außerdem: „Die Lava gibt dem Produkt ein einzigartiges optisches Erscheinungsbild und eine außergewöhnliche Farbtiefe.“

Erfunden hat Empreinte diese Hinweistafeln aus Gestein dabei nicht. Vorläufer sind jene meist weiß emaillierten Lavaplatten mit blauschwarzer Schrift entlang der französischen Landstraßen, auf denen Name, Richtung und Entfernung des nächsten Ortes genannt werden. Sie kamen in den Jahren nach 1910 auf und sind teils heute noch gut erhalten. Plaques Michelin werden sie genannt nach der berühmten Firma mit dem Reifenmännchen.

Empreinte mit Sitz in den französischen Pyrenäen verwendet Lavagestein aus der Umgebung, genauer: aus der Region um Volvic. Die Rohstücke bezieht sie von einer anderen Firma. Selbst hat sie sich spezialisiert auf die Emailletechnik und die Gestaltung der Tafeln. Alles wird in Handarbeit ausgeführt.

Für das Aufstellen hat die Firma ein eigenes Team. Meist kann es ohne Kran erfolgen. Als Quadratmeter-Gewicht einer Steinplatte mit 15 mm Dicke nennt Navez 22 kg, bei 25 mm sind es 55 kg und bei 30 mm kommen 66 kg zusammen.

Montiert werden die Platten je nach Design auf einem Fuß aus Stein oder an einem Stahlrahmen hängend beziehungsweise auf einen Stahlrahmen aufgelegt. Je nach Kundenwunsch ist für die Auflage auch Holz oder ein anderes Material möglich. Die maximale Größe der Lavaplatten beträgt bei 15 mm Dicke 500 x 10oo mm Größe (Minimum 50 x 50 mm), bei 25 mm Dicke Maximum 1000 x 2000 mm (Minimum 100 x 100 mm) oder bei 30 mm Maximum 1000 x 2400 mm (Minimum 100 x 100 mm).

Mancherorts haben sich schon Unternehmen oder Hotels solche Schilder an ihre Hauswände anbringen lassen (französisch). Privatleute verwenden sie gern als Lesepult, oder um ihre Familienwappen zu zeigen. Vor zwei Jahren erhielt das Unternehmen den Auftrag für die Hinweistafeln auf der Akropolis.

Empreinte