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Design: Modulsysteme für Steinmöbel

(Februar 2011) „Made in Bourgogne“ ist der Titel einer Aktion, die jährlich Produkte aus der französischen Region Burgund präsentiert. Im vergangenen Jahr stellte sie unter anderem regionalen Naturstein als Material vor. Im Oktober gab es im alten Schloss in der verschlafenen Ortschaft Sainte-Colombe-en-Auxois (Côte-d’Or) eine Ausstellung der von Designern entwickelten und von Firmen aus der Region hergestellten Prototypen. Unterstützt wurde die Aktion vom Verband Association Pierre de Bourgogne.

Der Designer David des Moutis präsentierte modulare Systeme. Seine Kollektion ILO besteht aus 7 einfachen Einzelteilen, die sich zu Vasen verschiedener Art kombinieren lassen. In der Kollektion PLANT bieten unterschiedliche Basisteile die Möglichkeit, mit Holzteilen obendrüber einen Stehtisch, einen Kleiderständer oder ein Regal zu errichten. Hergestellt wurden die Prototypen von der Firma Scandola, die auch die Entwicklung unterstützte.

David des Moutis: ILO, PLANT

UBU Colection nannte Yvan Baudoin seine Sitzmöbel. Der Name geht auf den Schriftsteller Alfred Jarry aus dem 19. Jahrhundert zurück, der die Figur des dickbäuchigen Ubu erfunden hatte. Die Form zeigt sich vielfach in den Sitzen und Tischen der Kollektion. Für denjenigen, der nicht gern auf kaltem Stein sitzt und gleichzeitig kein Kissen unterlegen mag, gibt es unter dem Sitz eine Schiene, auf die man eine Kerze stellen kann.

Yvan Baudoin (französisch) 1, 2

Die Verbindung von Tradition und Zukunft prägt die Arbeiten von Charles Zanon. Mit dem Steinmetzhandwerk kam er durch seinen Großvater in Kontakt. Später absolvierte er die so genannte Tour de France, die Berufsanfänger durch Betriebe in ganz Frankreich führt. Inspirieren lässt er sich von klassischen und auch natürlichen Formen, die er dann neu gestaltet und mit moderner Technologie in Stein umsetzt. Die Fotos zeigen seine Bank „Le Poète“ („Der Poet“) sowie die Tische „Enfantement“ („Niederkunft“) und „Éclat“ („Splitter“).

Charles Zanon

Bänke in der Kombination von Holz und Naturstein entwarfen Studenten der Pariser École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs (ENSAD). Eine nannten sie „Porte à faux“ („Überhang“), die andere „Histoire du Château“ („Schlossgeschichte“). Derzeit entwickeln die Studenten ihre Ideen im Bezug auf das Holz der Bänke weiter. Die Firma Lithias stellte die Prototypen her. Sie hat sich auf historisches und neues Design in Stein spezialisiert.

Lithias

Ideen für Gabionen entwickelte die Firma Pierre Mureuse de Bourgogne.