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Märkte: Vereinfachung im Handel mit der Türkei

(Oktober 2011) Seit dem 1. August gilt das Internationale Kaufrecht der Vereinten Nationen (UN-Kaufrecht, Global Sales Law) auch für die Türkei. Ein Beispiel: Wenn künftig ein Natursteinhändler aus dem Ausland in der Türkei einkauft beziehungsweise ein türkischer Produzent in ein anderes Land verkauft, unterliegt dieses Geschäft nicht dem Recht der Länder, in denen die Beteiligten zuhause sind, sondern dem UN-Kaufrecht. Das macht die Abwicklung sehr viel leichter und verlässlicher, zumal der Text dieses internationalen Rechts in vielen Sprachen vorliegt.

Geregelt ist zum Beispiel, wie und wann ein Kaufvertrag zustande kommt und welches die Rechte und Pflichten beider Seiten sind. Auch Mängelrügen bei Lieferung von Waren mit ungenügender Qualität sind definiert. Nicht beschrieben und deshalb den nationalen Regeln vorbehalten sind Irrtum, Täuschung oder Sittenwidrigkeit, um nur einige zu nennen.

Derzeit sind knapp 80 Länder dem Vertrag beigetreten. Es fehlen noch Staaten wie Brasilien, Großbritannien, Indien und die meisten afrikanischen Länder. Im Regelfall wird beim Geschäft mit diesen Ländern jedoch so verfahren, dass das internationale Recht dann automatisch gilt, wenn aus einem Unterzeichnerstaat in einen Nicht-Unterzeichnerstaat verkauft wird.

Das UN-Kaufrecht gilt nicht beim Kauf von Waren für den persönlichen Gebrauch.

Eine Beschreibung bietet eine Datenbank der Universität Basel

UN-Kaufrecht