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Design: „Durchsichtiges Steinmosaik“

(November 2011) Richtig gut hätte es sein können, das Marble Forum in Halle 7B der Marmomacc. Aber leider waren die meisten der Projekte schlecht präsentiert, ganz ohne Erklärungen einfach hingestellt. Und wenn es Erklärungen gab, waren die nur auf Italienisch. Genauso wurden die Vorträge und Diskussionen im Forum nur in der Landessprache gehalten.

Zu den Präsentationen. Die Firma Arthà zeigte ihr „Transparent Stone Mosaic“ („Durchsichtiges Steinmosaik“). Hier ist der Marmor nur 18 mm dick und in ein Sandwich aus Glasplatten integriert. Damit lassen sich zum Beispiel Fenster gestalten, die, wenn die Sonne scheint, die leuchtenden Farben des Steins und sein inneres Gefüge zeigen. Verwendet werden können kleine Steinchen aus dem Produktionsabfall.

Integrierte LED-Leuchten öffnen dem „Transparent Stone Mosaic“ Einsatzgebiete in Innenräumen, etwa in Badezimmern oder für Tischplatten und Lampenschirme, um nur einige der Möglichkeiten zu nennen. Da es beim Mosaik immer Fugen gibt, kann auch der Hintergrund hinter den Steinchen sichtbar bleiben.

Designerin war Dr. Alessandra Ticozzi. Das Produkt ist durch ein Patent geschützt.

Arthà

Der Designer Paolo Ulian zeigte seine Arbeiten für die italienische Firma Le Fablier. Das Unternehmen, bekannt für seine Möbel aus Holz in hochwertiger Handarbeit, hatte den Künstler aus Carrara eingeladen und ihn Objekte in Marmor entwicklen lassen. Dabei ging es auch darum, dass in der Produktion möglichst wenig Abfall entstehen sollte.

„Numerica“ („Zahlenmäßig“) nannte Ulian sein Bücherregal, das für Bodenfliesen mit den Maßen 35 x 35 cm eine neue Verwendung findet. Aus diesen kleinen Platten hat er Module entwickelt, deren Formen die alten römischen Ziffern I, II, III und IV aufgreifen.

Den Namen „Primitiva“ („Primitiv“) trägt das Bücherregal, das dieselben Bodenfliesen verwendet. Sie lassen sich hier zu Würfeln zusammenbauen, aus denen wiederum Regale komponiert werden können.

„Concentrico“ („Konzentrisch“) heißt das Tischchen aus rechteckigen Modulen mit den Maßen 60 x 60 cm. Hier besteht die Platte aus konzentrischen Ringen, die mit Wasserstrahl ausgeschnitten wurden.

Beim Tischchen „Autarcio“ („Autark“) besteht die Tischplatte aus 3 Schichten Marmor. In jede von ihnen sind gleichförmige Ausschnitte eingefügt, die jedoch untereinander versetzt angeordnet sind. Das ausgeschnittene Material kommt in den Tischbeinen zur Verwendung. Die Maße sind 50 x 50 cm beziehungsweise 50 x 100 cm.

Auch bei „Brecciato“ – benannt nach dem Begriff „Brekzie“, einem Konglomerat aus verschiedenen Steinen – handelt es sich um ein Tischchen. Seine Platte ist zerbrochen, die Einzelstücke sind auf Räder montiert und können zusammengeschoben werden. Die verschieden großen Teile haben mindestens 2 gerade Seiten und mindestens eine gebrochene Kante.

„Numerica“, „Concentrico“ und „Brecchiato“ werden nur in limitierter Zahl produziert.

Le Fablier

Paolo Ulian 

Eine weitere Präsentation war „Caldia Cube“. Hier hatte die Firma Marmi e Graniti d’Italia Sicilmarmi 3 Künstler, 3 Designer und 3 Architekten eingeladen, aus einem Würfel in ihrem Marmor ein Objekt zu kreieren. Wir hatten darüber berichtet und zeigen hier nur einige der Projekte.

Marmi e Graniti d’Italia Sicilmarmi

Sitzelemente für den Straßenraum hatte die Politechnische Hochschule von Mailand entwickelt. Die Designer waren Massimiliano Nocchi und Andrea Giacomo Tazzini, Hersteller war die Firma Up Group.

Noch ein Designprojekt, das jedoch nicht im Marble Forum ausgestellt war: Die Firma Laboratorio del Marmo zeigte auf der Messe ihr Bücherregal.

Laboratorio del Marmo

„Luce e Materia“ („Licht und Materie“) der Firmen Solubema (Portugal) und Merbres-Sprimont (Belgien) wird in einer späteren Ausgabe vorgestellt.