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Märkte: ein „Granit Breton“ wie der Champagner aus der Champagne

(März 2012) Der Champagner ist eine weltweit berühmte Marke, die die französischen Produzenten aus der Champagne mit viel Elan gegen Konkurrenten aus anderen Teilen Frankreichs und der Europäischen Union verteidigen. Der Fachausdruck für solche Markennamen mit einem regionalen Bezug ist Indication Geographique Protégée (IGP) (Geschützte Ursprungsbezeichnung). Aus der Bretagne kommt nun die Idee, diesen Schutz auch auf Naturstein zu übertragen. Sie stammt vom Verband der Granitfirmen dort. Beschrieben wird sie in der Fachzeitschrift Pierre Actual (12/2011).

Danach haben die Bretonen in einem ersten Schritt das zuständige Ministerium mobilisiert. Das stand der Idee sehr positiv gegenüber und schickte sogar seinen Staatssekretär zum Firmenbesuch vorbei, schreibt Pierre Actual.

An den Initiatoren ist es nun, die Formalitäten zu erfüllen, also zum Beispiel die Begründung zu liefern, wieso der „Granit Breton“, so die geplante Marke, diesen Namen nur dann verdient, wenn er tatsächlich aus dem Département an der Atlantikküste kommt.

Die Initiative ist europaweit einmalig. Denn bislang sind Geschützte Ursprungsbezeichnungen nur für Lebensmittel vergeben worden.

Eine Hürde ist der große Aufwand, um die Formalitäten zu erfüllen. Denkbar ist aber, dass sich die Bretonen mit anderen Verbänden in Frankreich zusammentun und sich die Arbeit teilen, wie Claude Gargi, Chefredakteur von Pierre Actual, anmerkt.

Latest news: In the Brazilian state of Rio de Janeiro, three types of natural stones recently received the national DOC-status. This Denominação de Origem Controlada certifies that those stones (named Carijó, Madeira e Cinza) really come from certain regions within this state and, more than this, that some natural and human aspects are respected in the production, as official sources say. (Portuguese 1, 2)

Stein ohne gefährliche Ausdünstungen

Auf einen 2. Bericht in Pierre Actual müssen wir hinweisen, diesmal in der Ausgabe 10/2011. Dort wurde ein neues Siegel vorgestellt, das seit Jahresanfang in Frankreich alle Baustoffe tragen müssen, wenn sie in Innenräumen zum Einsatz kommen. Es gibt an, dass diese Materialien keine organischen Substanzen ausdünsten und dass die Atemluft in den Gebäuden durch sie nicht belastet wird.

Getestet wurden in diesem Zusammenhang 3 Steinsorten aus Frankreich. Sie stellten sich als völlig unproblematisch heraus.

Man kann davon ausgehen, dass diese Ergebnisse sich auch auf andere Steinsorten auch aus anderen Ländern übertragen lassen. Demzufolge darf jeder Steinhändler das Siegel an seine Ware heften. Eine offizielle Vergabestelle gibt es nicht.

Abschließend wollen wir noch darauf hinweisen, dass Pierre Actual kürzlich seine 900. Ausgabe herausgebracht hat. Seit 80 Jahren erscheint das Blatt, bis 2001 unter dem Namen „Le Mausolée“. Die verkaufte Auflage beträgt 3000 monatlich. Zum Verlag gehört auch Pierre Actual Belgique für Belgien und das Funéraire Magazine für Friedhofsthemen. Zudem gibt der Verlag Fachbücher und Schriften zum Thema Naturstein heraus.

Einzelne Ausgaben der Zeitschrift können für 12 € pro Stück digital heruntergeladen oder als Print bestellt werden.