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Deutscher Naturstein-Preis: Preisgeld von insgesamt 30.000 € für Projekte aus ganz Europa

Auf der Messe Stone+tec (13.-16. Mai 2015) wurde wieder der Deutsche Natursteinpreis vergeben, den der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV) gemeinsam mit dem Architektenverband auslobt. Unter 73 Einreichungen wählte die Jury Sieger in 4 Kategorien. Projekte aus ganz Europa konnten teilnehmen, wobei der verwendete Naturstein ebenfalls aus Europa stammen musste. Das gesamte Preisgeld belief sich auf 30.000 €. Es teilte sich auf in 15.000 € für den Hauptpreis, eben Deutscher Naturstein-Preis genannt, und die Sieger in den anderen Kategorien, die jeweils 5000 € erhielten.

Ein pdf zeigt die insgesamt 15 für die Endausscheidung nominierten Projekte. Die Tatsache, dass für beinahe alle nominierten Bauten aus Deutschland die Firma Hofmann Natursteindie Steine geliefert hatte, dokumentiert die Rolle, die diese Firma auf ihrem heimischen Markt inzwischen erreicht hat.

Deutscher Naturstein-Preis

 
 
 

Christoph Mäckler Architekten, Hofmann Naturstein: Waldorf Astoria.

In diesem Jahr ging der Hauptpreis an das Architekturbüro Christoph Mäckler für das Hotel Waldorf Astoria direkt am Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin. Fast 120 m ist der Turm hoch, der weit aus der Umgebung herausragt. Die Verkleidung benutzt deutschen Trosselfels Kalkstein. Während die Hochhausfassaden glatte Oberflächen aufweisen, sind die Ränder der verschiedenen Blöcke des Gebäudes mit horizontalen Kanelluren (Rillen) versehen.

Die Jury schrieb: „Mit dem Zoofenster ist auf einem schwierig geschnittenen, inselartigen Grundstück … ein städtisches Gebäude entstanden, welches den Stadtraum kraftvoll und auf lange Sicht prägt … Die Komposition des Baukörpers aus durchdachten Höhenstaffelungen und Vor- und Rücksprüngen reagiert sensibel auf die stadtstrukturelle Situation.“

Den Stein lieferte die Firma Hofmann Naturstein.

Christoph Mäckler Architekten

Hofmann Naturstein
 
 
 

vetschpartner Landschaftsarchitekten, Truffer Natursteinwerk: Sechseläutenplatz. Photo: Manuel Bauer

An ein Projekt aus der Schweiz ging die Auszeichnung in der Kategorie Landschaftsbau und Freiraumgestaltung: für die Neugestaltung des Sechseläutenplatzes in Zürich bekamen vetschpartner Landschaftsarchitekten 5000 €. Ehemals war die große Fläche eine desolate Zone mit Parkplätzen. Die Jury schrieb: „Ein … präzis geschnittenes ‚Natursteinparkett‘ aus massiven Quarzitblöcken und einzelnen, perfekt eingearbeiteten ‚Intarsien‘ wie Wasserspiel und ‚Baumhallen‘ … gibt dem städtischen Raum eine neue Identität.“

Verlegt wurde Valser Quarzit, den die Firma Truffer lieferte.

vetschpartner Landschaftsarchitekten

Truffer Natursteinwerk (1, 2)
 
 
 

Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Lauster Steinbau: Dienstleistungszentrum Bielefeld.

In der Kategorie Massive Bauteile und Bauen im Bestand ging die Auszeichnung an Thomas Müller Ivan Reimann Architekten für das Dienstleistungszentrum Bielefeld. Der Kommentar der Jury: „Das Haus wirkt wie eine Gruppe gleicher Häuser, die für sich mit ihren Nachbarn kommunizieren und dennoch ein großes Ganzes bilden. Alt- und Neubauteile sind erst auf den zweiten Blick voneinander zu unterscheiden. Dazu trägt maßgeblich die einheitliche Materialität der Fassade aus Jura Kalkstein bei.“

Lauster Steinbau führte die Arbeiten am Naturstein aus.

Thomas Müller Ivan Reimann Architekten

Lauster Steinbau
 
 
 

Luscher Architectes, Marbrerie Baerlocher: Quartier du Grand-Pré.

Noch eine weitere Auszeichnung ging in die Schweiz, diesmal in der Kategorie Ein- und Mehrfamilienhäuser. Luscher Architectes wurden geehrt für die Wohnanlage Quartier du Grand-Pré in Crans-près-Céligny. Dort wurde ein bestehender Dorfkern durch Verdichtung weiterentwickelt. Die Jury: „Reichhaltige aber homogen materialisierte Fassaden prägen das Gefüge an Gebäuden, halböffentlichen Bereichen und öffentlichen Plätzen … Die einzelnen Häuser bilden mit Vor- und Rücksprüngen differenzierte Volumen aus und bieten den Nutzern private und uneinsehbare Aufenthaltsbereiche in Form von Balkonen und Loggien von besonderer Qualität.“

Bei dem verwendeten Stein handelt es sich um Travertin, geliefert von der Firma Marbrerie Baerlocher, Genf.

Luscher Architectes

Marbrerie Baerlocher

Fotos: Deutscher Naturwerkstein-Verband

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(14.06.2015)