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Neues Gerichtsgebäude in der Stadt Toulkarem in Palästina

AAU Anastas: Gerichtsgebäude in der Stadt Toulkarem in Palästina.

Die Architekten von AAU Anastas kreieren mit einer Kalkstein- und einer Gitterfassade starke Kontraste

Gegensätze prägen das neue Gerichtsgebäude in der Stadt Toulkarem in Palästina: der Riegel zur Straßenkreuzung hin wirkt mit seiner Kalkstein-Außenwand sehr massiv, der Gebäudeteil dahinter ist geprägt von einer leichten und transparenten Metall-Fassade. Verbunden sind beide durch einen gläsernen Innenhof.

Die Architekten sind die Brüder Elias und Yousef Anastas. Ihr Büro mit Standorten in Bethlehem und Paris wurde 2014 von der Europäischen Union mit dem Preis „Europe 40 under 40 Award“ für junge europäische Architekten und Designer ausgezeichnet.

Gegensätze prägen das neue Gerichtsgebäude in der Stadt Toulkarem in Palästina: der Riegel zur Straßenkreuzung hin wirkt mit seiner Kalkstein-Außenwand sehr massiv, der Gebäudeteil dahinter ist geprägt von einer leichten und transparenten Metall-Fassade.

Ziel der Brüder ist, mit Architektur zu einer nationalen Identität beizutragen. Auch deshalb und wegen der guten isolierenden Eigenschaften taucht bei ihren Bauten immer wieder der lokale Kalkstein auf.

Beim Gerichtsgebäude in Toulkarem, einer 50.000-Einwohner-Stadt ungefähr zwischen Netanya in Israel und Nablus auf der West Bank, handelt es sich um eine Steinsorte aus der Gegend um Hebron.

Die Steinplatten mit 80 cm Höhe, verschiedenen Längen und 7 cm Dicke wurden nach Art einer verlorenen Schalung für den Betonrohbau verwendet. Vorgehängte Fassaden seien in Palästina nicht sehr verbreitet, schreibt uns Yousef Anastas in einer Mail. Der Grund dafür sei auch mangelndes Knowhow in der Baubranche.

Im vorderen Gebäudeteil, der die öffentlich zugänglichen Ämter beherbergt, sind schräge Fensterschächte tief in die Fassade eingeschnitten.

Im vorderen Gebäudeteil, der die öffentlich zugänglichen Ämter beherbergt, sind schräge Fensterschächte tief in die Fassade eingeschnitten. Sie sollen möglichst viel Tageslicht in die Amtsräume lassen, aber die Wärmestrahlung fernhalten.

Auch erlauben sie von innen einen breiten Panoramablick übers Land, das von Landwirtschaft geprägt ist.

Im hinteren Gebäudeteil mit den Räumen des Gerichts schützt ein Gitter die Büros hinter der Fassade vor der Sonne.

Im hinteren Gebäudeteil mit den Räumen des Gerichts schützt ein Gitter die Büros hinter der Fassade vor der Sonne. Es lehnt sich an die altbekannten Mashrabiyas in den muslimischen Ländern rund ums Mittelmeer an.

Sehr markant ist das Design des Gitters gestaltet, und es kündigt sich bereits auf dem Vorplatz des Gebäudeensembles an: das Muster, das man sowohl flächig als Folge von flachen Rauten als auch dreidimensional als Würfelstruktur sehen kann, taucht hier bereits auf.

Das Material des Gitters ist pulverbeschichteter Stahl, dessen Bronzeton die Farbe des Kalksteins aufnimmt.

An verschiedenen Stellen haben die Architekten das Leitmotiv des Gitters variiert und durchgespielt.

An verschiedenen Stellen haben die Architekten das Leitmotiv des Gitters variiert und durchgespielt.

Im Inneren der Gebäude zeigt sich ein weiterer Kontrast: im Unterschied zur Steinfassade sind die Wände hier leicht...... und geben zum Beispiel den Warteräumen eine offene Atmosphäre mit Blick auf den Innenhof.

Im Inneren der Gebäude zeigt sich ein weiterer Kontrast: im Unterschied zur Steinfassade sind die Wände hier leicht und geben zum Beispiel den Warteräumen eine offene Atmosphäre mit Blick auf den Innenhof.

AAU Anastas

Fotos: Mikaela Burstow-Uziel

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(28.07.2016)