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„Stone Sector 2016“: Marmor ist in Mode, gute Chancen für Produktdesign und für die Verwertung von Reststücken

Das Statistik-Buch der IMM Carrara arbeitet aktuelle Trends in der Branche heraus und konstatiert 2015 als „goldenes Jahr“

„2015 (war) wieder ein goldenes Jahr“ für die weltweite Steinbranche, heißt es in „Stone Sector 2016“, dem Statistik-Jahrbuch der Internazionale Marmi e Macchine Carrara (IMM). Denn: 25,7 Milliarden € (28,4 Milliarden US-$) Umsatz wurden erreicht, das entsprach einer Steigerung um 12,4% gegenüber dem Vorjahr.

Jährlich wertet Dr. Manuela Gussoni die weltweiten Statistiken aus. Besonderheit ihrer Art der Analyse ist, dass sie vorrangig den Wert der Güter aus Naturstein betrachtet.

Das führt zu interessanten Erkenntnissen, zum Beispiel: da es von 2014 auf 2015 nach Tonnage einen Rückgang um 10% gegeben hatte, ist der erzielte Durchschnittspreis in jenem Zeitraum um 24,4% gestiegen.

Anders ausgedrückt: anscheinend schaffen es die Steinfirmen, ihre Produkte bei den Kunden als hochwertig zu verkaufen.

In Anbetracht der Tatsache, dass Naturstein offenbar als ein ganz besonderes Produkt anerkannt ist, schreibt Manuela Gussoni deshalb von einer „günstigen Situation für Naturstein, besonders für Marmor, der in Mode ist“.

Sie verweist darauf, dass sowohl in der Architektur (Böden und Wände) als auch bei Inneneinrichtungen (Küchenarbeitsplatten, Tische usw) eine große Nachfrage nach Steinprodukten bestehe. Besonders Produktdesign mit Naturstein ist ihrer Ansicht nach ein Wachstumsbereich: besonders „Möbel-Accessoires mit besonderen Formen“ würden auf großes Kundeninteresse stoßen.

Ihre Art der Statistik nach Wert wirbelt die übliche Rangfolge nach Produktion in Tonnen durcheinander, wenn auch nur ein wenig. Zwar liegt China mit großem Abstand auch hier auf Platz 1: es konnte seinen Marktanteil gegenüber dem Vorjahr um rund 7% auf 42,4% vergrößern und verzeichnete gleichzeitig beim Wert der Exporte eine Steigerung um sagenhafte 38%.

Auf Platz 2 der Tabelle aber rangiert Italien, gefolgt von der Türkei und mit einigem Abstand von Indien und Brasilien.

Interessant ist hier zu konstatieren, dass bis auf China alle Länder in der Tabelle gegenüber 2014 Einbußen zu verzeichnen hatten!

Will heißen: viele Firmen haben das „goldene Jahr“ wohl nicht wirklich als golden erlebt.

Prägnante Analysen bietet „Stone Sector 16“ auch bei der makroökonomischen Betrachtung der Weltwirtschaft und genauso zum Beispiel bei der Analyse des Baugeschehens in verschiedenen Ländern.

Was die USA als das wichtigste Zielland angeht, konstatiert Manuela Gussoni einen sehr unterschiedlichen Verbrauch von Naturstein je nach Bundesstaat dort. „In einigen Regionen ist noch viel Wachstum möglich“.

Dort bricht sie auch eine Lanze für Design und Nachhaltigkeit: „Die Verwendung von Marmor als ein wertvolles Material, mit dem man mit Bedacht umgeht, fördert den Übergang der Steinbranche zu einer Kreislauf-Ökonomie, in der sogar noch aus Reststücken und Überbleibseln Objekte mit Wert gemacht werden.“

„Stone Sector 2016“ (102 Seiten) ist zweisprachig in Italienisch und Englisch ausgeführt. Es kann kostenlos als pdf von der Seite der IMM Carrara heruntergeladen werden, nachdem man sich dort registriert hat.

Übrigens: die IMM Carrara arbeitet auch als Dienstleister und erstellt aus ihren Datensammlungen zum Beispiel Marktanalysen für Kunden. Ansprechpartner ist Dr. Manuela Gussoni (Mail). Im Labor der Organisation können Auftraggeber Analysen von Natursteinen machen lassen, zum Beispiel zum Zwecke der CE-Zertifizierung. Ansprechpartner ist Marco Mazzoni (Mail).

Download „Stone Sector 2016“

(26.08.2016)