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Das Europäische Zentrum für Geologische Bildung in Polen: Stein wohin man tritt und schaut

Europäisches Zentrum für Geologische Bildung der Universität Warschau.

Die Architekten des Büros WXCA haben die Anlage in einem ehemaligen Steinbruch vielfältig mit dem Material gestaltet

Bei diesem Gebäude dreht sich alles um Stein, klar, schließlich handelt es sich um das Europäische Zentrum für Geologische Bildung (ECEG) der Universität Warschau. Die Architekten des Büros WXCA mit Sitz in Warschau haben zum Beispiel im Auditorium, das in den Fels gegraben ist, eine der Wände roh gelassen und, damit man auch das Wirken der Menschen in einem Steinbruch gleich erkennt, in der Wand ein paar rohe Brocken aufgestapelt.

An den Fassaden der Gebäude setzt sich dieses Spiel mit dem Stein fort: in den Außenwänden haben die Maurer immer wieder Einheiten komponiert, wo bevorzugt Steine bestimmter Größe oder Form vorkommen.

In den Außenwänden haben die Maurer immer wieder Einheiten komponiert, wo bevorzugt Steine bestimmter Größe oder Form vorkommen.

Es waren Handwerker aus der Gegend, die so ganz beiläufig ihrem Können und der Bautradition ein Denkmal gesetzt haben.

Der Standort des Zentrums hat ebenfalls mit Stein zu tun, man ahnt es schon. Er liegt in den Świętokrzyskie Mountains, auch Heiligkreuzgebirge genannt. Es erhebt sich im südlichen Polen um die Stadt Kielce und zählt zu den ältesten Bergformationen in Europa. Auf etwa 560 Millionen Jahre wird das Alter geschätzt. Die Gegend war einmal der Südrand des Superkontinents Laurasia, bevor dieser auseinanderbrach und sich das Gebirge in der Folge mehrmals hob und abgetragen wurde.

Heute liegen in den Świętokrzyskie Mountains die Schichten der Erdzeitalter an der Oberfläche, so dass man auf wenigen Metern viele Millionen Jahre vor sich hat.

Mehr noch: das Zentrum liegt just in einem ehemaligen Steinbruch. Markant reckt sich an einer Seite eine 30 m Höhe Kalksteinwand in die Höhe.

Das Geschehen in einem Steinbruch hat die Architekten zur Form der Gebäude inspiriert: es sind nur einfache Schachteln und damit erinnern sie an Rohblöcke, die gerade aus der Wand gewonnen wurden.Wie zufällig sind sie über das Gelände verteilt, verbunden durch einen verglasten Gang.

Das Geschehen in einem Steinbruch hat die Architekten zur Form der Gebäude inspiriert: es sind nur einfache Schachteln und damit erinnern sie an Rohblöcke, die gerade aus der Wand gewonnen wurden. Wie zufällig sind sie über das Gelände verteilt, verbunden durch einen verglasten Gang.

Fünf solcher „Rohblöcke“ mit 2 Geschossen gibt es.

Fünf solcher „Rohblöcke“ mit 2 Geschossen gibt es: eins für den Empfang und die Verwaltung, in dem sich auch das Auditorium (mit 240 Plätzen) befindet, eins für Laboruntersuchungen zur Geologie, und 3 weitere für die Unterbringung der Lehrkräfte, Studenten und Gäste.

Das Felsmaterial, das beim Ausheben der Fundamente anfiel, wurde im Außenbereich für die Wege und mehr verwendet.

Das Felsmaterial, das beim Ausheben der Fundamente anfiel, wurde im Außenbereich für die Wege und mehr verwendet. Der Stein für die Fassadenverkleidung stammt übrigens aus einem aktiven Bruch in etwa 10 km Entfernung. Sein Alter, Aussehen und die Beschaffenheit sind jedoch dieselben wie im ehemaligen Steinbruch am Standort des Zentrums.

Vorrangig wird in dem Gebäude erneuerbare Energie verwendet: Erd- und Solarwärme dient zur Heizung und Kühlung. Die Dächer sind begrünt.

Die Architektur wurde 2015 mit einem der International Property Awards ausgezeichnet.

In nur 500 m Entfernung liegt die gewaltige Ruine der mittelalterlichen Burg von Cheçiny.

In nur 500 m Entfernung liegt die gewaltige Ruine der mittelalterlichen Burg von Cheçiny. Sie war lange Zeit Sitz von Königen und des Deutschen Ordens.

Europäisches Zentrum für Geologische Bildung der Universität Warschau

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WXCA

Fotos: Daniel Ciesielski

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(11.09.2016)