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Die Keramikkopien von Naturstein haben nun auch den Tiefenglanz des Originalmaterials erreicht

Die Firma <a href="http://www.tvorotterdam.nl"target="_blank">TVO Rotterdam</a> liefert die hochauflösenden Datensätze, mit denen Drucker das Bild der Natursteine auf die Keramikrohlinge aufbringen. Danach wird die Fliese glasiert und gebrannt.

Technologische Neuerungen im Produktionsprozess lassen die Imitate 100% wie echter Marmor oder Granit aussehen

Für Besucher mit Naturstein-Hintergrund hatte die diesjährige Keramik-Messe Cersaie einen Schock parat: die Keramikkopien von Natursteinen sind vom Original nicht mehr zu unterscheiden.

Der Grund scheint in verschiedenen technologischen Verbesserungen zu liegen: die Drucktechnik, die Farbe und die die Adern eines Marmors auf den Fliesenrohling aus Ton aufbringt, ist besser geworden; auch kann der Rohling eingefärbt werden; schließlich gibt es verbesserte Glasuren und Polituren.

Das Ergebnis: die Fliesen mit Naturstein-Look haben einen zuvor unerreichten Tiefenglanz. Anders ausgedrückt: sah man bisher einem dunklen Keramik-Marmor immer an, dass er nicht wirklich die Dicke des Originals hatte, scheinen nun die Farben und sogar die Adern aus der Tiefe der Kopie zu kommen.

Gleiches gilt auch für hellen Marmor oder genauso für Granit. Wohlgemerkt: es waren Technikfirmen, die die neue Qualität zeigten. Noch haben nicht alle Firmen das Niveau erreicht. Aber das ist nur noch eine Frage der Zeit.

Ganz zu schweigen davon, dass es zu jeder Keramik-Steinsorte inzwischen vielfältige Variationen in Farbton und Adern gibt.

Folglich muss die Steinbranche stärker als bisher ihr Material mit neuen Verkaufsargumenten anreichern.

Das Thema hatte kürzlich Euroroc-Generalsekretär Professor Gerd Merke angeregt, Stein über die damit verbundenen Emotionen zu verkaufen. Auf der Marmomacc gab es auf der Euroroc-Generalversammlung dazu einen Themenschwerpunkt.

Wir werden demnächst darüber berichten.

Eine weitere Beobachtung: die Keramikplatten werden weiterhin größer.

Die Cersaie, die vom 26.-30. September 2016 in Bologna stattfand, verzeichnete ein Wachstum von 4,7% mehr Besuchern als im Vorjahr. Es waren insgesamt 106.599. „Zu verdanken ist das vor allem dem starken Interesse aus dem Ausland, von wo 50.976 Personen anreisten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch bei den Besuchern aus Italien gab es nach Jahren des Rückgangs wieder eine Steigerung (+3,8% auf 55.623). Aus 170 Ländern kamen Besucher.

Bei den Ausstellern verzeichnete die Messe ein Plus von 4% (852 aus 43 verschiedenen Ländern, davon 335 aus dem Ausland). Wie in den Jahren zuvor gab es auf der Messe mit Schwerpunkt Architekturkeramik und Badezimmerausstattung wieder eine spezielle Halle, wo sich Firmen für Naturstein und Parkett präsentierten.

Die Ausstellungsfläche betrug 156.000 Quadratmeter.

Wie üblich leistete sich die Messe ein reichhaltiges Rahmenprogramm vor allem für Architekten.

Parallel fand die Bologna Design Week an verschiedenen Standorten in der City statt.

Cersaie 2017, 25. – 29. September

Bologna Design Week

Fotos: Peter Becker / Firmen

Die Keramikbranche macht alle Materialien nach und spielt damit. Firma <a href="http://www.vidres.com"target="_blank">Vidres</a>.Briefmarken auf Fliesen, eine Spielerei der Firma <a href="http://www.vetriceramici.com"target="_blank">Vetriceramici</a>, Hersteller von Glasuren.Selbst klassische Fliesen und ebenso die Poster an den Wänden werden als Drucker-Bild auf Keramikfliesen neu produziert. <a href="http://www.efi.com/de-de/products/inkjet-printing-and-proofing/cretaprint-ceramic-tile-printers/"target="_blank">Cretaprint</a>.Eine weitere Beobachtung: die Keramikplatten werden weiterhin größer. Firma <a href="http://www.ariostea.it"target="_blank">Ariostea</a>.Designer Karim Rashid wählte Marmor für die Präsentation seiner neuen Vita-Kollektion für <a href="http://www.cisal.it/"target="_blank">Cisal</a>.Designer Karim Rashid wählte Marmor für die Präsentation seiner neuen Vita-Kollektion für <a href="http://www.cisal.it/"target="_blank">Cisal</a>.

(09.11.2016)