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Ziel ist, das Knowhow für Trockenmauern als Immaterielles Kulturerbe der Unesco zu etablieren

Trockenmauern sind unauffällige Schmuckstücke in der Kulturlandschaft, also der vom Menschen gestalteten Natur. Sie bieten Lebensraum für viele Tierarten.

Verbände und Privatleute können die Initiative mit einem Schreiben an das französische Kulturministerium unterstützen

Trockenmauern erfreuen sich seit einiger Zeit weltweit zunehmender Wertschätzung. Gehören solche Wände aus Steinbrocken, die ganz ohne Mörtel geschichtet sind, doch vielerorts zum Landschaftsbild, zum Beispiel als schier endlose Linien über Land, die Weiden abgrenzen, oder als Abstützungen an Weinbergen.

In Frankreich gibt es zum Thema einen Verband mit dem Kürzel FFPPS, ausgeschrieben Fédération des Professionels de la Pierre Sèche, übersetzt etwa: Berufsverband für Trockenmauern.

Die Vereinigung hat sich neuerdings zum Ziel gesetzt, ihr Wissen und Können von der Unesco als Immaterielles Kulturerbe registrieren zu lassen. Auf einem Fachtreffen im Sommer mit Beteiligung unter anderem der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Trockenmauern (SPS) kamen Vertreter aus 8 europäischen Ländern überein, das Vorhaben zu propagieren.

Privatleute oder Verbände können die Bewerbung bei der Unesco unterstützen. Dafür reicht ein Schreiben bis Februar 2017 an das französische Kulturministerium in Paris. Der Brief kann auch auf Englisch abgefasst sein. Die Adresse wird auf der Seite der FFPPS genannt.

Fédération des Professionels de la Pierre Sèche (FFPPS)

Société scientifique internationale pluridisciplinaire pour la pierre sèche (SPS)

Foto: Peter Becker

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(20.11.2016)