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„Frauen für die Natursteinbranche gewinnen und sie dort halten“

Die „Women in Stone“ bei einer Veranstaltung „Wine & Stone“. Foto: MIA

„Women in Stone“ nennt sich eine Arbeitsgruppe von Marble Institute of America (MIA) und Building Stone Institute (BSI) / Lustbetont und fröhlich: „Wein und Stein“

Das Ziel lautet „dabei helfen, Frauen für die Steinbranche zu gewinnen, sie zu fördern und sie dort zu halten.“ Sehr nüchtern ist das Konzept der Arbeitsgruppe „Women in Stone“ von Marble Institute of America (MIA) und Building Stone Institute (BSI).

Anschaulicher umreißt Sarah B. Gregg vom MIA das Programm: „Frauen spielen in der Wirtschaft immer mehr eine Rolle und immer wichtigere Rollen, und da wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass sie dies auch mit Erfolg tun können.“

Die Initiative mit dem Kürzel WIS gibt es seit 2014. Sie hat mit großem Erfolg einige Aktivitäten gestartet, darunter eine sehr ungewöhnliche.

An zentraler Stelle steht das Mentoring Program. Hier werden weibliche Berufseinsteiger mit erfahrenen Frauen aus der Branche zusammengebracht. Besonders im Hinblick auf die Suche nach Nachfolgern steckt neben Frauenförderung darin für manches Unternehmen auch Überlebenshilfe.

Eine Variante des Mentoring ist das Speed Mentoring. Hier sitzen sich Neuling und Veteranin nur für wenige Minuten gegenüber und wechseln dann zur nächsten Gesprächspartnerin.

Wenn in einer Paarung die Atmosphäre gestimmt hat, können sich die beiden später zu intensiverem Austausch zusammenfinden.

Ein anderer Punkt im Programm sind Webinars zur Kommunikation. In solchen Online-Seminaren lernen die Teilnehmerinnen zum Beispiel, wie man im Geschäftsleben miteinander redet und wie man Verhandlungen führt. Thema ist hier auch, wie man sich als Frau in der von Männern dominierten Steinbranche Respekt und Gehör verschafft.

Zwei neue Aktivitäten wurden 2016 gestartet: zum einen der Women in Stone Pioneer Award für Personen aus der Branche, die sich bei der Frauenförderung hervorgetan haben, und zum anderen das Stipendium Women in Stone Empowerment, das für die Ausgewählte alle Kosten für einen Messebesuch beziehungsweise eine Study-Tour von MIA oder BSI übernimmt.

Der bereits erwähnte ungewöhnliche Programmpunkt ist „Wine & Stone“ (Wein und Stein) mit dem Untertitel „eine Verbindung von Natur aus“. Hier gibt es eine ungezwungene Art von Seminaren zu beiden Themengebieten, dies natürlich mit dem Hintergedanken der Verkaufsförderung: Weinproben sind mit grundlegenden Informationen über Steinsorten verknüpft.

„Architekten und Designer schätzen es, wenn man sie mit solchen Veranstaltungen aus ihrem Büro in einen Showroom holt“, sagt Sarah Gregg, „und sie mögen auch die lockere Atmosphäre, die wir pflegen.“

Die Idee ist nicht neu. Solche Veranstaltungen kennt man vielerorts aus Europa, da sich anbietet, Aspekte wie den Geschmack eines Weins mit dem Boden, auf dem er wächst, und dem Fels darunter zu verbinden.

Insider behaupten, solches Allgemeinwissen wäre in den USA weniger verbreitet als anderswo, weshalb dort Architekten und Designer auf entsprechende Angebote fliegen. Zumal sie dabei Punkte für ihre Weiterbildung sammeln können.

Bemerkenswert ist, mit wie viel Geschäftssinn die Frauen an das lustbetonte Thema rangehen: Es gibt ein Paket mit praktischen Hinweisen, wie man solche Veranstaltungen organisiert. Darin findet man Antworten auf Fragen wie: Was gehört zu einer Präsentation? Wie gestaltet man die Tische? Welche Informationen über beide Produkte bietet man den Gästen?

Sarah Gregg betont: „Das Paket gibt nur Anregungen, wie man’s am besten macht, legt aber nicht fest, wie die Veranstaltung vor sich zu gehen hat.“ Wer das Kit benutzen will, entrichtet bei einer Veranstaltung mit weniger als 25 Teilnehmern eine Gebühr von 500 US-$ an das MIA.

Seit August 2015 haben schon 28 Termine stattgefunden. Teils wurden sie zusammen mit einem Weinhändler vor Ort veranstaltet. (Sumu)

Women in Stone

Wine and Stone

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(23.11.2016)