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Ausstellung „Ich baue dich auf!“ erklärt die Bestandteile der Gesteine

Dieser Reticulit aus Hawaii wird in der neuen Sonderausstellung „Ich baue dich auf!“ in Jena gezeigt. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Die Uni Jena zeigt bis zum 03. April 2017, wie sich Granit & Co aus Mineralen zusammensetzen

Minerale als Bausteine der Gesteine werden ab dem 30. November in einer neuen Sonderausstellung der Mineralogischen Sammlung der Universität Jena genauer unter die Lupe genommen. Die Schau mit dem Titel „Ich baue dich auf!“ sei etwas ganz Besonderes, sagt Dr. Birgit Kreher-Hartmann, Kustodin der Mineralogischen Sammlung: „In der Regel stellen wir eher Minerale aus, doch dieses Mal möchten wir Gestein und Minerale gemeinsam in den Mittelpunkt rücken.“

Denn zwischen Gestein und Mineral gibt es große Unterschiede. Granit sei zum Beispiel ein Gestein, das mineralisch aus zwei Feldspäten, Quarz und einem dunklen Mineral – häufig Glimmer – besteht, die darum neben- und miteinander ausgestellt werden, erläutert Kreher-Hartmann.

Insgesamt wird die Exposition etwa 50 Gesteine und ihre Zusammensetzung aus verschiedenen Mineralen veranschaulichen. Ergänzend werden Dünnschliffbilder gezeigt. Diese mit Polarisationsmikroskopen erstellten Aufnahmen sorgen neben der Vertiefung des Wissenserwerbs vor allem für eines: „Es wird bunt“, verspricht Kreher-Hartmann.

In den sieben Vitrinen werden diesmal keine Leihgaben gezeigt, alles stammt aus der Jenaer Sammlung. Insbesondere freut sich Kreher-Hartmann über den interaktiven Charakter der Ausstellung, die im laufenden Semester auch für die Lehre eine Rolle spielt. So werden die rund 100 Erstsemester der Geowissenschaften Übungen in der Sammlung absolvieren.

Die Ausstellung in der Mineralogischen Sammlung (Sellierstraße 6) kann bis 3. April 2017 montags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei. An je einem Sonntag im Monat stehen ebenfalls die Türen offen.

Einen Höhepunkt stellt der für Januar 2017 angekündigte Gastvortrag über Systematik, Bestimmung und Entstehung von Gesteinen des Petrologen Dr. Hans-Peter Schertl von der Uni Bochum dar. Der konkrete Termin wird noch bekanntgegeben

Mineralogische Sammlung der Uni Jena

(03.12.2016)