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Die Sanierung der Sandstein-Schaufassade von St. Martin in Bamberg geht weiter

Schaufassade von St. Martin in Bamberg. Foto: Wikimedia Commons / Andreas Praefcke

2017 wird die Sockelinstandsetzung und die Nachgründung der Kuppelpfeiler ausgeführt

An der Kirche St. Martin in Bamberg gehen die Sanierungsarbeiten weiter: Die noch fehlende Sockelinstandsetzung wird im Frühjahr 2017 erfolgen, ebenso die Nachgründung der Kuppelpfeiler. Für die Sanierung der Fassade stehen 100.000 € bereit, die aus einer zweckgebundenen Spende der Bruckmayer Stiftung und von der GlücksSpirale stammen. Bereits 2014 und 2015 hatte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) insgesamt 183.000 € bereitgestellt.

St. Martin, nach Plänen von Georg Dientzenhofer zwischen 1686 und 1693 errichtet, liegt in der Fußgängerzone der Altstadt von Bamberg mit der Schaugiebelfassade zum Grünen Markt hin.

Die Schaufassade des in Sandsteinquadern errichteten Gotteshauses ist als zweigeschossige Tempelfront mit Mittelrisalit gestaltet und erinnert dadurch an die Jesuitenkirchen San Ignazio in Rom und St. Michael in München. Das Namen-Jesu-Relief sowie das fürstbischöfliche Wappen schuf Johann Michael Maucher, der auch die vier Fassadenfiguren gestaltet hat, die den Erlöser, St. Sebastian, die Muttergottes und St. Laurentius darstellen.

Risse in der Kuppelschale und im Langhaus, möglicherweise verursacht durch die zur Stabilisierung des Dachtragwerks in den 1980er Jahren eingebrachten 160 Tonnen Stahlbeton, zwangen eine Zeitlang zur öffentlichen Schließung der Kirche. Nach umfangreichen statischen Untersuchungen des Dachtragwerks und restauratorischen Untersuchungen der Raumschale wurde ein detailliert mit den Denkmalbehörden abgestimmtes statisches Instandsetzungskonzept entwickelt. Die Sanierung begann – von der DSD unterstützt – vor zwei Jahren am Chorumgang sowie an Chor und Kuppel und ist weitgehend fertiggestellt.

Untersuchungen an der Hauptfassade in diesem Jahr machten deutlich, dass die Natursteinfiguren der Schaufassade umfangreicher als erwartet geschädigt und dringend bearbeitungsbedürftig waren. Zudem war der Giebel der Schaufassade statisch nicht mit dem Langhaus verbunden und musste im Zuge der Sanierung der Schaufassade mit dem Langhaus durch Vernadelung verklammert werden.

Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

St. Martin, Bamberg

(18.12.2016)