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Moreno Ratti: Marmorvasen, die zu kippeln scheinen

Moreno Ratti: „inEquilibrio“.

Der italienische Designer hat für seine Kollektion „inEquilibrio“ Reststücke aus der Produktion verwendet

„inEquilibrio“ (im Gleichgewicht) nennt der italienische Designer Moreno Ratti seine neueste Kollektion von Vasen. Deren Form spielt mit der Balance der Massen und gleichzeitig mit dem Gewicht, das dem Marmor von Natur aus mitgegeben ist.

Der Neigungswinkel der Zylinder ist genau ausgerechnet, so dass die Stücke inklusive Wasser und den Pflanzen nicht kippen. Wir haben Moreno Ratti gefragt, ob er ein Fan der Mathematik sei. „Ich mag sie ganz und gar nicht“, schrieb er in seiner Antwort und fügte einen Smiley hinzu, „aber man braucht sie halt fürs Leben.“

Moreno Ratti: „inEquilibrio“.

Ganz ernsthaft hingegen wurde er, als es um den Abfall ging, aus dem seine edlen Stücke herstellt sind. Das Wort „Abfall“ missfiel ihm: Marmor sei ein wertvolles Material und man dürfe ihm nicht ein Wegwerf-Image geben. „Es ist ein Stück unserer Erde“, betonte er.

Moreno Ratti: „inEquilibrio“.

Einen auch für den Kunden erkennbaren Mehrwert will er dem Naturstein durch das Design geben. Teil davon ist die Handarbeit, aus der die Stücke dieser Limited Edition gefertigt sind. Die Herausforderungen liegen darin, die Wände der Vasen dünn und dennoch gleichmäßig zu formen, und dafür zu sorgen, dass der Boden nicht herausbricht. Die Bearbeitung des Steins hatte die Firma Atelier Carrara übernommen.

Die 4 Vasen haben 10 cm Durchmesser und sind 26 cm hoch.

Moreno Ratti

Atelier Carrara

Fotos: Moreno Ratti

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(10.01.2017)