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Bewegliche Fensterläden mit einer Verkleidung aus Naturstein

Backraum Architektur: Haus am Attersee.

Für ein Privathaus am Attersee im Salzkammergut ließ sich das Studio Backraum eine außergewöhnliche Architektur einfallen

Mit Naturstein lassen sich auch außergewöhnliche Architekturideen verwirklichen, wie zu sehen bei einem Privathaus am Attersee im Salzkammergut: Dort sind die Fensterläden wie das übrige Haus mit Kalkstein verkleidet… und lassen sich dennoch öffnen.

Die Idee des Architekten Andreas Etzelstorfer vom Studio Backraum war, der Wochenend-Villa ein monolithisches Aussehen zu geben.

Die Idee des Architekten Andreas Etzelstorfer vom Studio Backraum war, der Wochenend-Villa ein monolithisches Aussehen zu geben. Der Grund: der Neubau liegt in einer großartigen Landschaft und sollte nicht auffällig aus der Umgebung herausragen.

Außerdem: in einem gewissen Sinne sollte die Architektur auch abschreckend wirken, nämlich auf Einbrecher, die während der Woche, wenn die Häuser leerstehen, die Gegend unsicher machen.

Von der Straße aus zeigt sich schon die Haustür regelrecht verrammelt: alte Eichenbohlen mit vielen Dienstjahren erwecken den Eindruck einer Trutzburg.

Von der Straße aus zeigt sich schon die Haustür regelrecht verrammelt: alte Eichenbohlen mit vielen Dienstjahren erwecken den Eindruck einer Trutzburg. Zumal es von außen einen Türgriff nicht gibt.

An der Tür zeigt sich ein weiteres Merkmal der Architektur: bei der Auswahl der Materialien ging es darum, „die Schlichtheit von Stein und Holz“ zur Wirkung zu bringen.

An der Tür zeigt sich ein weiteres Merkmal der Architektur: bei der Auswahl der Materialien ging es darum, „die Schlichtheit von Stein und Holz“ zur Wirkung zu bringen.

Also ist das Haus rundum mit einer Steinmauerung von 8-10 cm Dicke verkleidet. Es handelt sich um den Kalkstein San Sebastian aus Österreich mit gespaltener Oberfläche.

Also ist das Haus rundum mit einer Steinmauerung von 8-10 cm Dicke verkleidet. Es handelt sich um den Kalkstein San Sebastian aus Österreich mit gespaltener Oberfläche. Der Stein wurde in Handarbeit hochgemauert.

Die horizontal über die Fassade verlaufenden Linien setzen sich auf den Fensterläden fort.

Auf diesen Läden ist der Stein immer noch 2 cm dick, was für das Element vor dem größten Fenster ein Gewicht von etwa einer Tonne zur Folge hat.

Auf diesen Läden ist der Stein immer noch 2 cm dick, was für das Element vor dem größten Fenster ein Gewicht von etwa einer Tonne zur Folge hat. Beim Öffnen drücken hydraulische Stempel die Last nach oben. Die Konstruktion stammt von der Schlosserfirma Stahlundform (Wien), die Hydraulik kommt von der Torautomatik Team AG aus der Schweiz und die Statik berechnete Christian Petz (Büro petz zt).

Nach dem Öffnen, das circa eine Minute braucht, könnte der nach oben geklappte Laden auch als Sonnenschutz dienen.

Nach dem Öffnen, das circa eine Minute braucht, könnte der nach oben geklappte Laden auch als Sonnenschutz dienen. Wie Architekt Etzeltorfer sagt, gab es schon eine diesbezügliche Anfrage vom sonnenreichen Rand des Mittelmeers.

In der Mitte des Hauses gibt es für das Treppenhaus quasi eine Schlucht, deren Seiten wieder mit Stein verkleidet sind.

Vom Inneren des Hauses „mit den 2 Gesichtern“ (Etzeltorfer) sind noch einige Besonderheiten zu vermelden: in der Mitte gibt es für das Treppenhaus quasi eine Schlucht, deren Seiten wieder mit Stein verkleidet sind (Dicke des Steins: 2 cm). Aus deren Enge ist der Blick auf den See noch beeindruckender.

Im Wohnbereich trifft man noch einmal auf Eichenholz: der Boden ist mit dicken Bohlen belegt, die Maße von 40 bis 60 cm Breite und bis zu 11 m Länge erreichen. „Um sie überhaupt ins Haus zu bringen, musste kurzfristig das Nachbargrundstück benutzt werden“, erinnert sich der Architekt.

Ach ja: wo kommt der Name Backraum für Etzelstorfers Büro her? Er habe sich in Wien in einer alten Backstube eingemietet und diese für eine Büronutzung umgebaut, berichtet er.

Backraum Architektur

Die Steinwerkstatt Weiler

Stahlundform

Torautomatik Team

Petz zt

Fotos: Orla Connolly + Jens Weber Photographers

Backraum Architektur: Haus am Attersee.

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(30.01.2017)