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Schiefer wie ein Magmafluss, der sich an der Wand in die Höhe drückt und unter der Decke weiterfließt

Stroili Stone, Wien.

hat sich für seinen Showroom in Wien eine besondere Inszenierung für Naturstein einfallen lassen

Ist die Donau die Regulierungen seit den 1870ern leid geworden und doch wieder über die Ufer getreten? Das könnte man meinen, wenn man im Wiener Börsenviertel im Haus Eßlinggasse 15/1 durch die Fenster im Erdgeschoss schaut: Dort hebt sich aus dem Schieferbelag auf dem Boden eine dunkle Welle, presst sich an einer Seite an der Wand aufwärts und fließt dann unter der Decke in umgekehrter Richtung zurück.

Nein, nichts mit Donau, diesmal, auch wenn das Gebäude nur ein paar Schritte vom Fluss entfernt liegt. Es handelt sich um den Showroom von Stroili Stone, deren Geschäftsführer Flavio Stroili mit dem Kunstwerk demonstrieren wollte, was man mit Naturstein machen kann und was das noch junge Unternehmen mit dem Material zustande bringt.

Kreativität, Know-how und Courage für ungewöhnliche Dinge als Markenzeichen, sozusagen.

Stroili Stone, Wien.

Die Idee mit der Welle war, eine Art von Magmafluss zu inszenieren, wie Ingrid Adamiker, Assistentin des Geschäftsführers, erläutert. Dafür liegen auf den Boden 2 cm dicke Fliesen aus Naturschiefer in verschiedenen Größen, angeordnet in einer Richtung.

Stroili Stone, Wien.

Der Übergang ins Senkrechte wird vorbereitet durch eine Aufwölbung, auf die quasi Erstarrungsschichten an der Wand folgen.

An Wand und Decke handelt es sich nur noch 8 mm dickes Schieferfurnier, das sich schließlich zu einem Wellenkamm aufwölbt.

Entwickelt wurde die Idee in Zusammenarbeit mit dem Architekten Luca Paschini von Studio 3089 in Wien. Beteiligt waren 7 Firmen aus 6 Nationen, die sich in 4 Sprachen verständigen mussten. Das bringt uns wieder zur Donau zurück.

Stroili Stone, Wien.

Installiert in dem Showroom sind auch 2 Badezimmer, eins mit Wandverkleidung aus Calacatta-Marmor. Das Waschbecken wirkt auf den 1. Blick massiv, ist jedoch aus Platten mit 2 cm Dicke zusammengesetzt.

Stroili Stone, Wien.

Das andere Waschbecken hat Travertin an den Wänden. Der Ausguss ist in Spritzbeton gefertigt – ungewöhnlich, dass ein Natursteinunternehmen sich auch mit solchen Materialien beschäftigt.

Aber Stroili hat vorrangig die Vielfalt im Blick, um für den Kunden die beste und originellste Lösung zu finden.

Im Folgenden noch ein Schwimmbecken mit Steinmosaik, wie es die Firma ausgeführt hat.

Stroili Stone

Fotos: Laura Tessaro / Ingrid Adamiker

Stroili Stone, Wien.Stroili Stone, Wien.

(09.03.2017)