www.stone-ideas.com

In Tübingen: amerikanischer Student in steinerner Vagina festgeklemmt

„Pi-Chacán“ vor dem Instituts für Mikrobiologie und Virologie  der Universität Tübingen. Foto: Wikimedia Commons

Die Klettertour kam erst durch den Einsatz von 22 schwäbischen Feuerwehrleuten zu einem guten Ende

Mancher dichtet bestimmten Natursteinen geheimnisvolle Kräfte an, mancher verlässt sich bei Krankheiten auf eine heilende Workung des Kontakts zu Mineralien. In Tübingen nun hat’s ein amerikanischer Austauschstudent wohl im Übermut zu weit getrieben: er war in die überdimensionale Vagina geklettert, die der peruanische Künstler Fernando de la Jara im Jahr 2001 vor dem Institut für Mikrobiologie und Virologie der dortigen Universität aufgestellt hatte.

Dort stand sie ohne große Beachtung und Aufregung, bis eben nun der junge Mann bei seiner Klettertour wohl danebengriff und am Ende mit den Füßen so in der Spalte hängen blieb, dass 22 schwäbische Feuerwehrleute sich der Dinge annehmen mussten.

Weltweit hat die Geschichte inzwischen die Runde gemacht, und überall haben die Journalisten die Gelegenheit zu doppeldeutigen Bemerkungen genutzt. Wir verlinken zu 3 Berichten.

Geschaffen hatte das Werk Fernando de la Jara aus 32 t rotem Veroneser Marmor mit den Maßen 4,2 x 1,7 x 1,7 m. Er gab ihm den Titel „Pi-Chacán“, laut Wikipedia auch: „Chacán-Pi“, was in den Quechua-Sprachen so viel wie Liebe machen bedeuten soll. Für den Künstler stellt die Skulptur das Tor zur Welt dar.

Wir merken an: Wissenschaftlich betrachtet, steht außer Zweifel, dass das marmorne Geschlechtsteil den jungen Amerikaner anzog.

Folglich muss sich die Uni Tübingen die Frage gefallen lassen, ob es Erfahrungen mit einer Fernwirkung des Steins (Gravitation!!) gibt, und was vielleicht in den nahen Seminarräumen des Instituts für Mikrobiologie und Virologie so vor sich geht.

Süddeutsche Zeitung

Schwäbisches Tagblatt

The Guardian

„Pi-Chacán“, von der Seite gesehen. Foto: Kamahele / Wikimedia Commons

(14.03.2017)