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Türkei: Einbrüche bei den Exporten um (-)5,26% nach Wert im Jahr 2016

Die türkischen Natursteinexporte sortiert nach Zielländern. Quelle: IMIB

Die Regierung stellt für das Jahr 2017 Fördermittel in Höhe von sagenhaften 40 Millionen Lira (knapp 11 Millionen US-$; 10,16 Millionen €) zur Verfügung

Der Rückgang der türkischen Natursteinexporte hält an: im Jahr 2016 wurden im Vergleich zum Vorjahr zwar dieselben Mengen nach Tonnage ins Ausland verkauft. Jedoch ging der damit erzielte Wert spürbar um (-)5,26 % zurück. Erreicht wurden 1,806 Milliarden US-$. Damit verbleibt die Türkei wie in den Vorjahren unter der magischen Schwelle von 2 Milliarden $, die man schon einmal übersprungen hatte, wie aus Zahlen des Verbands IMIB hervorgeht.

Kräftige Einbrüche gab es 2016 bei den Lieferungen in die USA. Das ist insofern dramatisch, weil dorthin Fertigprodukte mit hohem Verkaufspreis gehen. Nach China hingegen, wo die Resultate nahezu konstant blieben, gehen nur Rohblöcke mit geringem Ertrag.

Die türkische Regierung hatte die Branche schon in den Vorjahren bei den Exporten kräftig unterstützt. Im Jahr 2017 stehen nun als Förderung sagenhafte 40 Millionen Lira (knapp 11 Millionen US-$; 10,16 Millionen €) zur Verfügung. Diese Zahl nennt die Zeitschrift Marble Trend in ihrer Ausgabe Nummer 39 (November 2016).

Unter anderem sind 3 Partnerschafts-Gipfel mit Indien und China geplant, wie die Zeitschrift schreibt. Vorgesehen ist außerdem die Einrichtung von Handelszentren in China, Indien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch will der Verband sich wieder in Mailand im Rahmen der Design Week während der Möbelmesse Salone del Mobile präsentieren.

Im Rahmen des UR-GE-Programms, das die Wettbewerbsfähigkeit der Türkei auf den internationalen Märkten stärken soll, will die Natursteinbranche des Landes in diesem Jahr 10 statt zuletzt 6 Vorhaben in die Tat umsetzen. Ausstellen will sie auf Messen in China, den USA, Australien, Qatar, Brasilien, Dubai, Saudi Arabien, Italien, Kanada und Frankreich. Im August will man eine große Zahl von Einkäufern ins Land holen.

Derzeit hat die Türkei einen Anteil von weniger als 10% am weltweiten Natursteingeschäft, wie Marble Trend schreibt. Damit will sich Verbandspräsident Ali Kahyaoğlu nicht weiter zufrieden geben. „Wir müssen 25% erreichen“, zitiert ihn die Zeitschrift.

IMIB (Istanbul Mineral Exporters’ Association)

Marble Trend, Nummer 39

(21.03.2017)