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Indien ist im Moment die große Hoffnung für die Exporteure von Marmor-Rohblöcken

Im Moment richten sich die Blicke der Exporteure von Blöcken von Marmor nach Indien.Die Regierung in Neu Delhi hat die Einfuhrregelungen stark vereinfacht / Bevorzugte Farbtöne bei Marmor sind Elfenbein und beige, so die Zeitschrift Litosonline

Im Moment richten sich die Blicke der Exporteure von Blöcken von Marmor nach Indien. Denn die Regierung dort hat zum 1. Oktober 2016 neue Regelungen für die Einfuhr solcher Rohmaterialien erlassen, was die Einfuhren erheblich erleichtert.

Anil Taneja, gebürtiger Inder und Chefredakteur der spanischen Zeitschrift Litos, hat im türkischen Magazin Marble Trend (Ausgabe 40) die Lage analysiert und kommt zu dem Ergebnis: „Indien bliebt einer der wenigen Märkte, wo Verkäufer von Marmorblöcken sich in der Zukunft auf Steigerungen ihrer Verkäufe freuen können.“

Auf der Webpage seiner eigenen Zeitschrift zeigt Taneja Statistiken der bisherigen indischen Importe.

Taneja erwartet, dass sich als Folge der neuen Regelungen „Verarbeitungen vor allem entlang Indiens Ost- und Westküste etablieren werden“. Das wiederum hätte auch Folgen für die Exporteure von Maschinen.

Bisher hatte für Marmoreinfuhren nach Indien zum einen eine Beschränkung bezüglich der Menge gegolten. Heimische Händler wie die Delhi Marble Dealers Association hatten über viele Jahre diese Vorschriften als schädlich für den Mittelstand und als förderlich nur für wenige große Firmen kritisiert.

Zum anderen und noch negativer für die Entwicklung der Branche waren die Lizenzen, die ein Importeur vom Staat kaufen musste. Geschäftemacher hatten solche Einfuhrgenehmigungen erworben und mit deutlichem Aufschlag weiterverkauft.

Zu beachten ist, dass mit den Neuerungen auch die Importzölle für Marmor hochgesetzt wurden.

Taneja nennt in seinem Beitrag Zahlen über den Markt in Indien, gibt jedoch nur vage „Experten“ als Quellen an: es gebe eine Nachfrage für 35 Millionen t Marmor pro Jahr, schreibt er, bislang seien aber nur 1 Million t pro Jahr ins Land gebracht worden. 15-20% des Marktes zielten auf Marmor aus dem Premium Segment (ab rund 25 Euro pro m²).

Vor allem im Süden Indiens seien Sorten mit den Farben weiß, Elfenbein und beige die Renner.

Der Chef von Marble Trend, Çağlayan Sueli, kommentiert in seinem Leitartikel die Entwicklungen mit Freude. Er erwartet, dass türkische Firmen sich auf der Indien-weiten Messe Stona im nächsten Jahr (07.-10. Februar 2018) weitaus stärker als bisher präsentieren. Auf der Messe Stone Mart im Bundesstaat Rajasthan (02.-05. Februar 2017) sei noch nicht viel von den Neuerungen spürbar gewesen.

Die türkische Natursteinbranche ist weltweit führend im Export von Rohmaterialien von Marmor (und Travertin). Bisher gingen diese Lieferungen hauptsächlich nach China.

Webpage der indischen Regierung: die neuen Regelungen

Marble Trend (Ausgabe 40)

Delhi Marble Dealers Association

Litosonline (1, 2)

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(03.05.2017)