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Die Türkei steckt in schwierigen Zeiten

Kunst von Mahmut Kockan am Stand der Firma <a href="http://www.naturstone.net/"target="_blank" data-recalc-dims=Natur Stone.“ width=“440″ height=“294″ class=“aligncenter size-medium wp-image-56246″ />

Die angespannte ökonomische und politische Lage zeigte sich nicht auf der Messe Marble in Izmir (22.-25. März 2017)

Die Türkei steckt in schwierigen Zeiten, nachdem das Land in den vergangenen Jahren mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan zunächst einen beispiellosen Wirtschaftsboom erlebt hatte. Auf allen Ebenen sind die Probleme groß: die Landeswährung Lira ist schwach, Terrorismus erschüttert die Türkei, der Tourismus ist eingebrochen, die Verfassungsänderung hat die Bevölkerung in zwei Lager gespalten und seit dem Putschversuch ist die innenpolitische Lage angespannt.

Die Schuldigen sieht Erdogan im Ausland: es attackiere die Türkei, weil diese zu mächtig geworden sei und nutze dafür zum Beispiel Devisenspekulationen oder unterstütze Putschisten und Terroristen.

Die schwierige Lage zeigte sich nicht auf der Messe Izmir (22.-25. März 2017). Jedoch waren die Stände der türkischen Firmen, die sich 2016 erstmals auf dem neuen Messegelände in orientalischer Pracht und Überfluss präsentiert hatten, in diesem Jahr deutlich einfacher gestaltet. Das tat ihrer Wirkung jedoch keinen Abbruch.

Die Messegesellschaft richtete verschiedene Ausstellungen aus, unter anderem mit Arbeiten der Bildhauerin Çidem Melek oder mit Fotos, die Naturstein aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zeigten. Einer der Fotografen war Ali Çakmacoğlu.

Quelle: IZFAS

Auch die Zahlen der Aussteller und Besucher spiegelten nicht die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Türkei. Wobei aber die nach Angaben der Messegesellschaft IZFAS nahezu gleich gebliebene Zahl der Aussteller uns doch überrascht hat, denn anders als im Vorjahr gab es in den Hallen freie Flächen. Ein Trend hin zu verkleinerten Standflächen war nicht festzustellen.

Eines fiel uns auf: Stände mit hinterleuchtetem Naturstein gab es mehr als in den Jahren zuvor. Traditionell ist die Türkei mit ihren Onyx- und Marmorsorten hier sehr aktiv, nur: in diesem Jahr gab es Präsentationen, die beinah an ein Lampengeschäft erinnerten.

Falls die Beobachtung richtig ist, dann steckt dahinter der Geschmack vermutlich der chinesischen Verbraucher: sie schätzen Steine mit kräftigen Farben und Strukturen als Zeichen für Luxus, und China hat sich in den letzten Jahren immer stärker als Abnehmer von türkischem Stein etabliert.

Interessant wird im nächsten Jahr, wie sich die neuen Importregeln Indiens für Marmor auswirken. Dann die Türkei ist weltweit der größte Marmorproduzent.

Präsident Erdoğan jedenfalls sieht in Exportsteigerungen einen der Wege aus den aktuellen Schwierigkeiten. So hat die Steinbranche in diesem Jahr gut 10 Millionen Euro für entsprechende Maßnahmen zur Verfügung. Diese stammen übrigens aus einem Konjunkturpaket mit insgesamt 66 Milliarden Euro, das im Dezember 2016 aufgelegt worden war.

Die Ziele sind hoch gesteckt, und mit viel nationalem Pathos umgeben: zum 100jährigen Jubiläum der türkischen Republik im Jahr 2023 will die Mineral- und Bergbauindustrie bei ihren Exporten 15 Milliarden US-$ erreichen, davon soll die Natursteinbranche 6 Milliarden US-$ beisteuern.

Im Jahr 2013 hatte man mit 2,225 Milliarden US-$ schon das erste Teilstück auf diesem Weg genommen. Seitdem aber ging es nur noch bergab, und im Jahr 2016 waren die türkischen Steinexporte auf 1,806 Milliarden US-$ gefallen.

Dramatisch daran ist, dass keineswegs weniger ins Ausland geliefert wurde, denn nach Tonnage waren die Exporte nahezu gleich geblieben. Allerdings hatte man beim erzielten Verdienst einen Rückgang um (-)5,26% zu verzeichnen gehabt.

Immerhin: zur Eröffnung der diesjährigen Messe Marble in Izmir war der Agrar- und Forstminister des Landes anwesend und überschüttete die Branche mit Lob. Er versprach mit viel Enthusiasmus, die Gewinnung von Naturstein im Land zu erleichtern: „Wenn Sie als Firma Schwierigkeiten haben, bei den lokalen Behörden Lizenzen für einen Steinbruch zu bekommen, wenden Sie sich an mein Ministerium“, sagte er sinngemäß, „ich kümmere mich darum.“

Wir zeigen Fotos von Ständen, die uns aufgefallen waren.

Marble Izmir 2018, 28.-31. März

Kunst von Mahmut Kockan am Stand der Firma <a href="http://www.naturstone.net/"target="_blank" srcset=Natur Stone.“ width=“440″ height=“293″>Kunst von Mahmut Kockan am Stand der Firma <a href="http://www.naturstone.net/"target="_blank" srcset=Natur Stone.“ width=“440″ height=“292″><a href="http://www.akdagmermer.com"target="_blank" srcset=Akdağ Mermer.“ width=“440″ height=“293″><a href="http://www.somakitas.com/"target="_blank" srcset=Somakitaş.“ width=“440″ height=“294″><a href="http://www.somakitas.com/"target="_blank" srcset=Somakitaş.“ width=“440″ height=“278″><a href="http://www.mercanmermercilik.com/"target="_blank" srcset=Mercan Mermer.“ width=“440″ height=“294″><a href="http://www.vanmermer.com/"target="_blank" srcset=Vanmermer.“ width=“440″ height=“295″> <a href="http://www.izkomarble.com.tr/"target="_blank" srcset=Iz-Ko Marble.“ width=“440″ height=“293″><a href="http://www.alacakaya.com/"target="_blank" srcset=Alacakaya.“ width=“440″ height=“293″> <a href="http://www.peyar.com.tr/"target="_blank" srcset=Peyar“ width=“440″ height=“293″>

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(05.05.2017)