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Kurz notiert

Sicis: Türdrücker. Foto: Sicis

Sicis ist ein italienischer Hersteller von großformatigen Mosaiken. Nun hat die Firma sich einer Kleinigkeit in der Inneneinrichtung angenommen, nämlich den Türdrückern, und dazu einen Katalog voll mit Modellen auch aus Naturstein vorgelegt.

Documenta 14: die kanadische Künstlerin Rebecca Belmont zeigt bis zum 16. Juli in Athen ein Zelt aus Marmor. Es steht auf dem Philopappos-Hügel mit Blick auf die Akropolis. Es thematisiert die Situation der Flüchtlinge und auch den Blick der Herrschenden und Reichen von oben herab. Übrigens: in New York plant die Künstlerin Jessica Dawson für August 2ß17 eine „dogumenta“ für künstlerisch ambitionierte Hunde (1, 2, 3).

Zur Documenta 14 lohnt in Kassel auch ein Besuch in der Ausstellung „Herkules 300 – Wiedergeburt eines Helden“ (bis 08. Oktober 2017). Ausfühlich dokumentiert wird die Fertigstellung des 8 m hohen Kupferkolosses über einem Sockel aus Basalttuff im Kasseler Bergpark. Ein Ausstellungsteil widmet sich dem alten Mythos und lässt moderne Künstler ihn kommentieren. Die Sanierung des Bauwerks vor einigen Jahren wird in einem pdf beschrieben (1, 2).

Kräftige Einbrüche verzeichnete Chinas Steinbranche im Auslandsgeschäft im Jahr 2016. Das geht aus Zahlen hervor, die die Xiamen Stone Fair ins Netz gestellt hat: Laut Zollbehörde gab es Rückgänge sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen. Exportiert wurden Steinwaren im Wert von 6,87 Milliarden US-$ (26,03 Millionen t), was einem Minus von (-)18,10% (-16,97%) gegenüber dem entsprach. Die Importe beliefen sich auf 2,21 Milliarden US-$ (11,91 Millionen t), was einen Rückgang um (-)6,13 % (-4,18 %) bedeutete. Das Land erlebt derzeit den Übergang von einer billigen Werkbank für die Welt zu einem Verbrauchermarkt auf Weltniveau, schreibt die Messe.

Über dem Grab des Apostels Paulus in Rom ließ Kaiser Konstantin eine Basilika errichten, die innen prachtvoll mit Naturstein ausgestattet war. Die Zeitschrift Antike Welt (3/17) berichtet über den aktuellen Forschungsstand zu dem Gebäude, an dessen Stelle später der Petersdom errichtet wurde. In der alten Basilika waren reichlich bunte Marmore und Granite verwendet worden, die schon in den Zeiten der römischen Cäsaren bewundert und aus Kleinasien, Griechenland oder Ägypten herangeschafft worden waren. Die kostbaren Säulen wurden beim späteren Neubau wiederverwendet.

Das Bildhauersymposion „Steine ohne Grenzen“ findet in seiner 12. Ausgabe im Jahr 2017 im Berliner Bezirk Marzahn statt, und zwar in 5 Innenhöfen der Wohnungsbaugesellschaft Howoge. Dort werden bis September internationale Künstler an Steinskulpturen arbeiten. An einzelnen Tagen gibt es auch für die Anwohner beim „Sandsteinklopfen“ die Möglichkeit, selber zu Hammer und Meißel zu greifen. Übrigens: Nebenan findet noch bis Oktober die Internationale Gartenausstellung IGA statt (1, 2, 3).

Um die Ornamentik in der islamischen Kunst, die so meisterhaft in den Steinarbeiten in vielen Moscheen ausgeführt ist, und wie sie aus dem Bilderverbot entstand, dreht sich ein Text in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Kultur & Technik“ (2/2017) des Deutschen Museums in München. Schwerpunktthema des Heftes ist „Schönheit“.

Alfredo Polti: Eiswürfel aus Calanca Gneis.
Würfel aus Naturstein hat nun auch die Schweizer Firma Alfredo Polti im Angebot. Sie werden im Eisfach gelagert und in den Whiskey gegeben. Ihr Vorteil gegenüber Eis: der Schnaps wird nicht verwässert. Es handelt sich um dekorativen Calanca Gneis.

Art3f ist eine Messe für zeitgenössische Kunst, die ihren Ursprung in Frankreich hat und inzwischen auch in den angrenzenden Ländern stattfindet. Die Zeitschrift Pierre Actual (5/2017) berichtet von der Schau 2017 in Lyon, wo auch Steinbildhauer ihre Arbeiten zeigten.

Hadrian war römischer Kaiser von 117 bis 138 n. Chr. In seiner Amtszeit entstand der steinerne Hadrian’s Wall als nördliche Grenze der Provinz Britannia. Zahlreiche Ausstellungen erinnern an den Jahrestag seiner Thronbesteigung (1, 2).

„Alltag in Indien – Steinbruch statt Schule“ hat der Tagesspiegel aus Berlin einen Bericht betitelt.

Die Firma Hofmann Naturstein, die an den historischen Fassaden für den Neubau des Berliner Schlosses-Humboldtforum beteiligt ist, hat eine 3 m große Antinous-Figur des Bildhauers Wojciech Rostocki für den Schlüterhof in den Gebäude gespendet, meldet der Mannheimer Morgen.

Die Skulpturen im Halberstädter Dom aus dem 15. Jahrhundert sind stark verwittert. Ein Forschungsprojekt der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt will Methoden finden, wie man die ehemaligen Farben der Figuren sichern und wieder sichtbar machen kann (1, 2).

Cosentino hat die Gewinner seines 11. Wettbewerbs DesignChallenge bekanntgegeben.

Stone Arts Kenya ist eine Firma, die Naturstein aus vielen Ländern nach Afrika importiert und daraus Dekorationselemente für den Gebrauch dort herstellt.

Die Firma Fox Marble mit Sitz im Kosovo auf dem Balkan verkauft ihren Sivec-Marmor auch in die Türkei, die selber die weltgrößten Marmorvorkommen hat.

„What a marbleous world“ (etwa: Was für eine schöne Marmorwelt) ist der Titel einer Präsentation von Naturstein-Sitzen auf der Piazza Zanella im Centrum von Chiampo am Fuß der italienischen Alpen. Entstanden sind sie auf Initiative des Consorzio Marmisti Chiampo (CMC) in Kooperation mit dem Politecnico von Mailand.

Video des Monats: „Reversor“ nennt der niederländische Designer und Künstler Lambert Kamps eine Vorrichtung, mit der man einen abgesägten Baum wieder aufstellen kann. Mit Steinblöcken im Steinbruch hat er das bisher nicht versucht, sagte er uns auf der Ventura Lambrate in Mailand. Dort führte er auch eine ungewöhnliche Zeitanzeige vor (Video 1, 2).

(18.06.2017)