Produktdesign mit Harrats Basalt aus Saudi-Arabien. Hersteller/Foto: Teebmade 14 neue Natursteine wurden in die Liste der Heritage Stones aufgenommen. Der begehrte Titel wird an solche Sorten vergeben, die über Jahrhunderte abgebaut wurden und noch werden, die über die Grenzen ihrer Heimatländer hinaus Verwendung fanden und die in Architektur, Design und Kunst eine wichtige Rolle spielten und spielen.

Die Neulinge sind: Minas Gerais Soapstone (Speckstein) aus Brasilien, Harrats Basalt aus Saudi-Arabien, Otago Schist (Schiefer) aus Neuseeland, Ain Smara Onyx aus Algerien, Piedramuelle Limestone (Kalkstein) aus Spanien, Thuringian Travertine (Travertin aus Thüringen) aus Deutschland, Adnet Marmor aus Österreich, Vindhyan Sandstone aus Indien, Aurisina/Nabrežina Stone aus Italien, Fauske Marmor aus Norwegen, Thassos Marmor aus Griechenland, Balma Syenite aus Italien, Javakheti Basalts aus Georgien und Oaxaca Green Tuff aus Mexiko.

Eingangshalle des Parlaments in Wien. Säulen aus Adneter Schnöllmarmor. Foto: Thomas Ledl / Wikimedia Commons

Über die Aufnahme in die Liste entscheidet ein Komitee der International Commission on Geoheritage (IUGS). In diesem Jahr gab es 17 Einreichungen, die in einem minutiösen Verfahren von Spezialisten bewertet wurden.

Ziel der Liste ist zum einen, die Steine aus der Nische der Experten herauszuholen und ihre Rolle für die Menschheitsgeschichte öffentlich zu machen. Zum anderen geht es auch um Marketing für die Geowissenschaften.

Bisher waren 55 Sorten in die Liste eingetragen.

Offiziell vorgestellt werden die Neulinge auf dem großen IUGS 2026 Geoheritage Event, das vom 04. bis zum 08. November 2026 im Algarvensis Geopark unweit der portugiesischen Stadt Albufeira stattfindet. Anmeldung ist vom 01. Juni 2026 an möglich.

Marmor Hermelin von der norwegischen Firma Fauske by Moser. Foto: Firma

Zwei weitere Neuigkeiten werden dann verkündet:
* 21 neue Geo-Sammlungen wurden aus 34 Einreichungen ausgewählt und in ihre Liste aufgenommen. Kriterien sind hier, wie sich anhand der Sammlungsstücke das Funktionieren des Systems Erde mit seinen speziellen Aspekten wie dem Klimawandel verstehen lässt;
* neu sind auch die dritten 100 IUGS Geological Heritage Sites. Sie benennen Örtlichkeiten mit außergewöhnlichen geologischen Erscheinungen. Die vierten und letzten Sites aus dieser Liste sollen 2028 veröffentlicht werden.

IUGS Geoheritage