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Der geheimnisvolle Amethyst aus dem Erzgebirge in einer Sonderausstellung im Naturkundemuseum in Chemnitz

Amethyst aus Uruguay mit der typischen Pyramidenform. Foto: Gonzalo Devia / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Die violette Variante des Minerals Quarz’ war schon bei August dem Starken ein beliebter Schmuckstein

„Brillant-Violett-Wandelbar“ ist der Titel einer Sonderausstellung über die Amethysten aus dem Erzgebirge im Naturkundemuseum Chemnitz, die bis zum 10. März 2019 verlängert wurde. Dargestellt wird das unter Sammlern weltbekannte Vorkommen hierzulande. Darüber wird anschaulich erklärt, wie und wo diese Sonderform des Minerals Quarz entsteht.

Ganz nüchtern betrachtet ist der Amethyst nämlich nicht mehr als die violetter Abart des Quarz’, hervorgerufen durch Zugabe von Eisen. Das verschweigt jedoch die große Bedeutung, die er in der Mythologie hatte. So galt der Schmuckstein ehemals – Autofahrer aufgepasst! – als wirksamer Schutz gegen Alkohol und seine berauschende Wirkung.

Hintergrund davon aber vermutlich nur die banale Tatsache, dass zum Beispiel Rotwein, wenn man ihn so weit verdünnt, dass er die wässerige Farbe des Amethysten annimmt, tatsächlich kaum mehr betrunken machen kann.

In der Esoterik ist er heute noch ein wichtiger Stein.

Die Ausstellung erläutert anhand von interaktiven Mitmachstationen, wie in unterirdischen Gangsystemen im Erzgebirge der Amethyst entsteht. Voraussetzung dafür sind Hohlräume mit heißem Wasser mit hohen mineralischen Anteilen, in denen sich nach und nach die violetten Kristalle mit der typischen Pyramidenform bilden.

Amethyst. Foto: Axel Furr / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

In der Pressemitteilung des Museums wird der Titel der Sonderausstellung erklärt:

„,Brillant’: Der sächsische Kurfürst August der Starke entsandte Edelstein-Inspektoren, um seine Maitressen und Paläste mit den schönsten und prunkvollsten Stücken aus dem Erzgebirge auszustatten. Die Orte Wiesenbad, Wolkenstein, Warmbad, Drebach, Falkenbach, Herold, Ehrenfriedersdorf und Geyer waren seit dem 16. Jahrhundert als Fundorte von Amethyst, Bergkristall und Marmor bekannt.

,Violett’: Die leicht rosa bis dunkelvioletten Farbzentren im Amethyst entstehen durch Eisenatome, die im Kristallgitter die Stelle von Siliziumionen einnehmen.

,Wandelbar’: Die Natur und der Mensch können den Amethyst verändern. Intensiv dem Sonnenlicht ausgesetzt, verliert er seine Farbe. Gleiches geschieht beim Erhitzen des erzgebirgischen Amethysts auf über 510° C.“

Amethyst ist weltweit verbreitet. Bekannter als die Fundstätten hierzulande sind heute die Vorkommen in Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Russland oder Sri Lanka.

Brillant-Violett-Wandelbar“ im Naturkundemuseum Chemnitz, bis 10. März 2019

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(15.12.2018)