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Wettbewerb der Arche Nebra: Kunstwerke, die die „archäologischen Funde und Befunde reflektieren“

Durch das Anpeilen des Brockens vom Mittelberg aus wurde die Himmelscheibe justiert. Danach ließen sich mit ihr Kalenderdaten wie die Sonnenwenden oder Frühlings- beziehungsweise Herbstanfang bestimmen. Quelle: Rainer Zenz / <a href="https://de.wikipedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Drei Landart-Arbeiten entlang des Wanderweges zum Mittelberg sollen die Bedeutung dieses besonderen Ortes erlebbar machen

Einen Wettbewerb für 3 Landart-Kunstwerke entlang des Wunderwegs zwischen der Arche Nebra und dem Mittelberg dort hat der Förderverein Arche Nebra e.V. ausgeschrieben. Der Titel des Wettbewerbs lautet „Landart Zwischen Welt und Kosmos“ und bezieht sich auf die berühmte Himmelsscheibe von Nebra, die 1999 auf dem Mittelberg in Sachsen-Anhalt gefunden wurde. Nach dem aktuellen Erkenntnissen zeigt sie Sonne und Mond derart, dass sich bestimmte Kalendertage ablesen lassen.

Sensationell war der Fund insofern, als man solches Wissen zuvor nur von den altägyptischen Kulturen kannte und nun auf einmal auf Spuren einer bisher unbekannten Hochkultur in Mitteleuropa zwischen 2200 bis 1600 v. Chr gestoßen war.

Detailliert ist das mit viel Begeisterung im Ausschreibungstext ausgeführt.

Die Kunstwerke aus dem Wettbewerb sollen an 3 Stellen des Wanderweges aufgestellt werden und müssen folglich wetterbeständig sein. Jedes soll ein eigens Thema haben, das sind: „Der Mittelberg – Landmarke und strategischer Ort“, „Mythos – Welterklärung und Erzählstruktur“ und „Der Mittelberg – Ort der Ahnen“.

Insgesamt lautet die Aufgabe an die Künstler, die „archäologischen Funde und Befunde (zu) reflektieren“. Und weiter, laut Ausschreibungstext: „Mit den Kunstwerken entlang des Wegs soll die Tradierung von Wissen oder Werten über Generationen, Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg dargestellt werden.“

Die Standorte für die Arbeiten sind nicht vorgegeben, sondern können von den Bewerbern selber vorgeschlagen werden.

Pro Bewerber kann nur ein Vorschlag eingereicht werden, jedoch kann der sich auf mehr als nur einen der Standorte beziehen. Zugelassen sind professionell arbeitende bildende Künstler und ebenso Arbeitsgruppen. Die Mitgliedschaft in entsprechenden Berufsverbänden „ist von Vorteil“, heißt es in den Unterlagen.

In der 1. Stufe des Wettbewerbs sollen die Bewerber ihre Ideen in einer Skizze darstellen. Pro Standort werden 3 Vorschläge ausgewählt, die zur 2. Wettbewerbsstufe eingeladen werden und dann ihre Ideen ausarbeiten sollen. Dafür stehen pro Vorschlag 1.100 € brutto zur Verfügung. Für die 1. Stufe gibt es kein Honorar.

Für die Realisierung für jedes der 3 Kunstwerke sind maximal 50.000 € brutto angesetzt, in denen alle Kosten und auch die Umsatzsteuer eingerechnet sein müssen. Es muss nicht zwangläufig der Einreicher mit der Realisierung des Kunstwerks beauftragt werden.

Die Kunstwerke sollen bis zum 24. August 2020 fertig- und aufgestellt sein.

Für die 1. Stufe sind Einreichungen bis zum 30. August 2019 möglich.

Am 14. August 2019 findet ein Rückfragenkolloquium mit Ortsbesichtigung statt (siehe Ausschreibung).

Ausschreibung

Arche Nebra

(16.07.2019)