Ausschreibung: Ostrale-Biennale „O21“ vom 1. Juli bis zum 3. Oktober 2021 in Dresden lädt Künstler zu Einreichungen von maximal 5 Arbeiten ein

Ostrale Biennale 2019. Foto: Lupus in Saxonia / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Thema ist die Rolle der Kunst in einer Zeit, wo die Wachstumsideologie nicht mehr als nachhaltige Vision für die Zukunft gilt / Deadline für Einreichungen am 28. Juni 2020

Teilnehmer: Alle Künstler, unabhängig von Alter, Nationalität, Herkunft oder Karrierestatus, sind eingeladen, sich mit bis zu 5 Arbeiten zu bewerben.

Material: Alle Formen der zeitgenössischen Bildenden Kunst sind willkommen, einschließlich Zeichnung, Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Installation, Performance, Digital- und Videokunst, Klanginstallationen sowie hier nicht benannten Formen.

Thema: „Soll / GDP / (Nicht)wachstum / Flüsse, Ströme, Strömungen / Stromaufwärts: Angesichts der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dynamik des letzten Jahrzehnts (oder, um es ganz offen zu sagen, ,das Ende der Welt, wie wir sie kennen‘) wird immer deutlicher, dass der Imperativ des ständigen Wachstums und der Entwicklung keine nachhaltige Vision für unsere Zukunft mehr ist, wenn wir überhaupt eine haben wollen.
Doch während immer mehr Einzelpersonen zu dieser Erkenntnis kommen, scheinen die großen Systeme, die unsere Welt und unsere Gesellschaften regieren, weniger bereit zu sein, ihr Verhalten zu ändern. Manchmal fühlt es sich so an, als wären wir in einer Strömung gefangen, gegen die es sinnlos ist zu kämpfen, aber das Schwimmen stromaufwärts scheint wichtiger denn je zu sein, da wir keine Zeit zur Verfügung haben, wie es normalerweise für solche grundlegenden kulturellen Wenden nötig wäre.
Die Rolle der Kunst in diesem Zusammenhang ist problematisch: Soll sie als Mittel zur Sensibilisierung dienen, um Empathie für ein tieferes Verständnis dieser Fragen zu entwickeln? Oder wäre das eine Einschränkung der künstlerischen Freiheit und eine Einladung zur Propaganda? Ist Kunst ein Luxus der entwickelten Welt, der als erstes abgeschafft werden sollte, wenn wir unseren Konsum reduzieren und unsere materiellen Bedürfnisse einschränken? Oder ist sie im Gegenteil das wichtigste Werkzeug, um in einer ansonsten hoffnungslosen und beängstigenden Welt zu überleben und unsere Hoffnungen aufrechtzuerhalten?“

Ort: Dresden

Zeit: 1. Juli bis zum 3. Oktober 2021. Nachfolgeausstellung in Kaunas in Litauen im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt 2022

Deadline für Bewerbungen: 28. Juni 2020

Teilnahmegebühr (für Verwaltungskosten): 12 € pro Person, 6 € für Studenten

Foto: Ostrale Biennale.

Veranstaltung: Die OSTRALE Biennale ist eine nicht kommerzielle Ausstellung zum Zweck der Förderung und Präsentation internationaler zeitgenössischer Kunst zu einem Thema.

Organisation: Eine Jury aus Kunstwissenschaftlern, Kuratoren und Kunsthistorikern aus 4 Ländern Osteuropas sowie der Ostrale-Leitung wählt die Arbeiten aus. Die Kunsttransporte werden vom Veranstalter organisiert und finanziert. Es besteht kein Anspruch auf die Erstattung von Reise- und Materialkosten. Regelungen hierfür werden nach Einzelabsprachen zwischen der Ostrale und dem Künstler getroffen.

„O21“ Ausschreibung

Quelle: Ostrale Biennale

(11.04.2020)