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Stone Stories: Naturstein auf dem Campus der TU Berlin

(Februar 2011) Nur loben kann man den Stadtführer „Naturwerksteine auf dem Campus der Technischen Universität Berlin“. Minutiös beschreibt er von Fassaden und Säulen über Denkmalen und Kunstwerken bis hin sogar zu Fensterbänken die verwendeten Steinsorten in vier Uni-Gebäuden in Berlin-Charlottenburg. Die Autoren, Geologie-Professor Dr. Johannes H. Schroeder und Dr. Gerda Schirrmeister, handeln die Objekte nicht nur trocken ab, sondern versehen sie mit einer Fülle an Informationen aus Geschichte und Geologie. Zahlreiche Pläne und Skizzen machen es leicht, die besprochenen Stücke aufzufinden.

Zunächst geben die Autoren eine kurze Einführung zu Entstehung und Eigenschaften der Gesteine sowie Basisinformationen zu Gewinnung, Transport und Verarbeitung. Bevor sie sich den Objekten selbst zuwenden, wird in wenigen Worten der Stadtbezirk Charlottenburg in seiner Geologie und Geschichte behandelt.

Das Buch im Hosentaschenformat ist in der Reihe „Steine in der Stadt“ erschienen.

Vorangegangen war „Steine in deutschen Städten. 18 Entdeckungsreisen in Architektur und Stadtgeschichte“, ISBN 978-3-92651-13-4 (ISSN 0941-2980), 15 €. Gesteinskundliche Stadtbummel zwischen Alexanderplatz und Großem Stern bietet „Naturwerksteine in Architektur und Baugeschichte von Berlin. Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg Nr. 6“ (12,50 €, ISBN 978-3-92651-12-9).

„Naturwerksteine auf dem Campus der Technischen Universität Berlin“, Johannes H. Schroeder & Gerda Schirrmeister, Selbstverlag Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg, 56 Seiten mit zahlreichen Fotos und Plänen, 5 €, ISBN 978-3-928651-14-1 (ISSN 0941-2980). Direktbestellung bei Geozon Science Media UG., Pettenkoferstr. 16 – 18, 10247 Berlin, Fax 030 / 20 23 83 199; Mail.

Wir wollen die Gelegenheit zum Mäkeln nutzen: Der neue Führer wirft auch ein Licht auf den Zustand der hiesigen Steinbranche, indem er die Schauwand mit Steinsorten im Architekturgebäude der Universität abbildet. Die bietet sich seit Jahrzehnten derart lustlos und duster dar, dass wohl bei kaum einem der Studenten das Interesse an dem Baustoff geweckt wird.