Schweizer Preis für Fußverkehr „Flâneur d’Or“: Ideen, die den Fußgängern die Wege angenehm, leicht und sogar schön machen

„Monte - ein Dorf für jedes Alter“ war die Leitlinie bei dem Projekt aus dem Dorf Castel San Pietro im Tessin.

Der Verein Fußverkehr prämiert Projekte, die eine die Fortbewegung ohne Auto in den Vordergrund stellen

Zahlreiche Projekte mit Natursteinen waren in diesem Jahr wieder unter den Einreichungen für den Schweizer Preis „Flâneur d’Or“. Insgesamt waren es 59 Planungen, die den Verkehr zu Fuß in Schweizer Städten und Gemeinden verbessern wollten. Eine Fülle von unterschiedlichen Aspekten standen bei diesen Maßnahmen im Mittelpunkt: sie reichten von Pflasterungen für Wege über Durchgänge bis hin Beschilderungen – in jedem Fall ging es darum, dem Fußgänger oder Wanderer mehr Sicherheit auf dem Weg zu geben, ihm die Orientierung zu erleichtern oder einfach nur sein Dahinschreiten angenehmer zu machen. Initiator ist der Verein Fußverkehr, der den Preis jährlich auslobt.

Wir zeigen aus dem weiten Feld der Einreichungen und Auszeichnungen einige Projekte, bei denen Naturstein verwendet wurde und die uns aufgefallen waren.

Flâneur d’Or

Fotos: Verein Fußverkehr

„Monte - ein Dorf für jedes Alter“ war die Leitlinie bei dem Projekt aus dem Dorf Castel San Pietro im Tessin.„Monte - ein Dorf für jedes Alter“ war die Leitlinie bei dem Projekt aus dem Dorf Castel San Pietro im Tessin.„Monte - ein Dorf für jedes Alter“ war die Leitlinie bei dem Projekt aus dem Dorf Castel San Pietro im Tessin.„Monte – ein Dorf für jedes Alter“ war die Leitlinie bei dem Projekt aus dem Dorf Castel San Pietro im Tessin: die Ortschaft mit nur 102 Einwohnern sah sich dem Problem gegenüber, dass immer mehr Leute abwandern. Also nahm sie sich auch den Ort selbst vor und verband alt mit neu: „Die größte Strahlkraft hat vielleicht die zentrale Piazza, die teilweise gepflastert wurde. Die weiteren Stellen für Eingriffe warenb der Dorfbrunnen, der Friedhof, der Waschplatz, das Gemeindehaus, der Kirchplatz und der Dorfladen, der dem Projekt eine sozialer Dimension verleiht. Ein großer Tisch wurde vor dem Gemeindehaus platziert und lädt zu Begegnungen ein. Mehrere Sitzbänke entlang der Wege setzen weitere Akzente“, wie es in den Unterlagen heißt.
 

Im Städtchen Martigny (VS) wurde die Avenue de la Gare neu gestaltet.Im Städtchen Martigny (VS) wurde die Avenue de la Gare neu gestaltet.Im Städtchen Martigny (VS) wurde die Avenue de la Gare neu gestaltet, und das gleich mit einer Attraktion: in der Einkaufszone wurden mehrere Felsen aufgestellt, die in der Mitte gespalten sind und dort Spiegel tragen. Die Künstlerin war Caroline Tapernoux, sie gab ihrer Arbeit den Titel „Pierre-à-voir“, etwa: Stein zum Sehen.
 

In dem Dorf Vercorin (VS) wurde unter dem Titel „Le temps des pierres“ (Die Zeit der Steine) eine Begegnungszone geschaffen.In dem Dorf Vercorin (VS) wurde unter dem Titel „Le temps des pierres“ (Die Zeit der Steine) eine Begegnungszone geschaffen.In dem Dorf Vercorin (VS) wurde unter dem Titel „Le temps des pierres“ (Die Zeit der Steine) eine Begegnungszone geschaffen, in der Steine eine besondere Rolle spielten. Besonders bemerkenswert ist, wie die üblicherweise rechteckigen und grauen Bordsteine hier gestaltet sind. Wir werden demnächst ausführlicher berichten.
 

In Niederrohrdorf (AG) wurden Natursteinplatten für die Fußwege in der Bremgartenstraße verwendet.In Niederrohrdorf (AG) wurden Natursteinplatten für die Fußwege in der Bremgartenstraße verwendet.In Niederrohrdorf (AG) wurden Natursteinplatten für die Fußwege in der Bremgartenstraße verwendet. Zusammen mit demselben Trottoir-Belag in anderen Straßen ergibt sich so für den zentralen Ortsbereich ein zusammenhängendes Bild.
 

In der Ortschaft Terre di Pedemonte (TI) wurde die Piazza di Tegna mit Naturstein gestaltet und bekam ein Brunnenfeld.In der Ortschaft Terre di Pedemonte (TI) wurde die Piazza di Tegna mit Naturstein gestaltet und bekam ein Brunnenfeld.In der Ortschaft Terre di Pedemonte (TI) wurde die Piazza di Tegna mit Naturstein gestaltet und bekam ein Brunnenfeld, das einen Boden aus Steinplatten hat.
 

Ittigen (BE): Fußweg Landschaftskammer Untereyfeld–Hinterer Schermen.Ittigen (BE): Fußweg Landschaftskammer Untereyfeld–Hinterer Schermen.Ittigen (BE): Fußweg Landschaftskammer Untereyfeld–Hinterer Schermen. Das Projekt umfasst den Bau von vier Trockensteinmauern auf einer Länge von insgesamt rund 150 m und einer variablen Höhe zwischen 50 bis 150 cm.
 

Place du Petit-Saconnex, Genf: Neugestaltung des Platzes als Begegnungszone.Place du Petit-Saconnex, Genf: Neugestaltung des Platzes als Begegnungszone.Place du Petit-Saconnex, Genf. Die Neugestaltung des Platzes als Begegnungszone will den Charakter eines Dorfplatzes für viele Nutzungen stärken.
 

In Attalens (FR) wurde bei der Neugestaltung des Dorfkerns eine alte Viehtränke an zentraler Stelle platziert.In Attalens (FR) wurde bei der Neugestaltung des Dorfkerns eine alte Viehtränke an zentraler Stelle platziert.

(13.11.2023)