42 Stätten mit besonderer Bedeutung für die Kultur und Geschichte der Völker wurden 2023 in die Unesco-Liste des Welterbes aufgenommen. 33 der Neuaufgenommen sind Kulturstätten, 9 sind Naturstätten. Damit beläuft sich die Gesamtzahl auf 1199 in 168 Ländern. Die Entscheidung dafür wurde bei der Sitzung des zuständigen Komitees der Kulturorganisation der Vereinten Nationen im September 2023 in Riyadh in Saudi-Arabien getroffen.
195 Länder haben die Kulturerbe-Konvention unterzeichnet.
Der Status als Welterbe ermöglicht den Stätten Zugang zu technischer und finanzieller Unterstützung seitens der Unesco. Die Hoffnung ist, dass der Bekanntheitsgrad ihnen auch einen Schutz im Konfliktfall oder in Fällen von Missachtung bringt.
Jedoch ist dieser Schutz eher ein bloßer Appell: so wurden der Liste der Welterbestätten in Gefahr jetzt nach dem Historischen Zentrum von Odessa (Januar 2023) zwei weitere Stätten in der Ukraine hinzugefügt, nämlich die Sophienkathedrale sowie der Klosterkomplex in Kiew-Pechersk und das Historische Zentrum in Lemberg.
Dieses Jahr sei ein besonderes für das Welterbe in Afrika gewesen, da mit den aktuellen Neueintragungen die markante Schwelle von 100 Stätten in der Liste übersprungen wurde, heißt es auf der Webpage der Unesco.
Neu aufgenommen wurden auch 3 „Stätten der Erinnerung“: die Grabstätten des Ersten Weltkriegs in Belgien und Frankreich, die Mahnmale des Völkermords in Ruanda, und das ESMA-Museum und Ort der Erinnerung – ehemaliges geheimes Zentrum für Inhaftierung, Folter und Vernichtung in Argentinien.



