Die 13. Stein-Reise des Geokompetenzzentrums Freiberg (GKZ) führt vom 28. April bis 4. Mai 2024 zur geologischen Vielfalt in Odenwald, Eifel und Pfalz

In den Lavakellern des Deutschen Vulkanmuseums. Foto: Wikimedia Commons / Holger WeinandtRegionale Natursteine gelten als Visitenkarte einer Region. Ihre Gewinnung und Verarbeitung prägten über Epochen unsere Bau- und Kulturlandschaft. Heute beachten kommunale und private Auftraggeber in ihren Ausschreibungen zunehmend auch Klima- und Sozialaspekte, so dass einheimischer Naturstein eine Renaissance erlebt. Das Geokompetenzzentrum im sächsischen Freiberg (GKZ) will mit seinen Stein-Reisen etwas gegen die nach wie vor großen Wissenslücken tun, wenn es um hiesige Gesteine und die Natursteinbranche geht.

Seit 2011 gibt es diese mehrtägigen Exkursionen unter fachlicher Leitung, die auch zu Betrieben der Steinverarbeitung und zu Bauprojekten führen.

Die 13. Stein-Reise vom 28. April bis 4. Mai 2024:
* beginnt am Nachmittag in Mainz mit einer Führung durch die Domstadt und einem Vortrag über Steinrestaurierung an Baudenkmalen. In einem Hotel dort befindet sich das Nachtquartier für die kommenden Tage.
* Am 1. Tag geht es vom Rhein in die Pfalz zur Buntsandsteingewinnung bei Kaiserslautern, Krickenbach und Neustadt/Weinstraße.
* Der 2. Tag führt zu verschiedenen Sandstein-Stationen im Odenwald.
* Am 3. Tag geht es, nach Beispielen für Restaurierungen im Stadtgebiet von Mainz, rheinabwärts in die Klöster Hildegard bei Bingen und Eberbach (bei Eltville). Das Letztgenannte wurde als Drehort für den Film „Der Name der Rose“ berühmt. Auch Rüdesheim wird angesteuert.
* Am 4. Tag sind Budenheim und Bundenbach im Hunsrück sowie Echternach in Luxemburg die Haltstationen. Unter anderem geht es um Schiefer. In Trier wird Quartier gemacht.
* Am 5. Tag stehen Bitburg, Mayen und Mendig (Sandstein, Basaltlava und Tuff) auf dem Programm. Übernachtung ist in Koblenz.
Im ehemaligen Römerbergwerk Meurin. Foto: Wikimedia Commons / Holger Weinandt
* Am 5. Tag führt die Reise zur Abtei Maria Laach in der Eifel und über das Vulkanmuseum in Mendig mit der Vulkan-Brauerei zum Römerbergwerk Meurin in Kretz unweit von Andernach. Von dort geht es zurück nach Mainz.

In einer Selbstdarstellung auf einer Webpage umreißt das GKZ seine Aufgaben: „Unser Verein tritt für ein Bekenntnis zum Bergbau und seiner gesamten Wertschöpfungskette – von der Erkundung über die Gewinnung, Aufbereitung bis hin zum Recycling – ein. In gleicher Weise unterstützt er die Nutzung und Werterhaltung einheimischen Naturwerksteins sowie die Qualifizierung des verarbeitenden Gewerbes… Er unterstützt die Optimierung der Rahmenbedingungen für einen verantwortungsbewussten Bergbau und die Promotion der Metallurgie als „key enabler“ (entscheidender Akteur) in einer zirkulären Wirtschaft.“

Programm Stein-Reise

(11.01.2024)