Im Projekt „Walz 4.0“ in der Bodensee-Region sollen Studierende und Gesellen vom Bau grenzüberschreitend lernen und zusammenarbeiten

So stellt sich die KI die Revitalisierung der Walz in der Industrie 4.0 vor. Quelle: HTWG

Ein Aspekt ist, praktische Fähigkeiten mit akademischem Wissen zusammenzubringen

Das Projekt „Walz 4.0“ will die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Hochschule auf eine neue Ebene heben. In Anlehnung an die alte Tradition der Baumeister und der Gesellen auf Wanderschaft sollen Handwerker und Planer/Architekten auf Augenhöhe ko-kreativ bauliche Aufgaben meistern und dabei wechselseitig profitieren. Schauplatz ist die Bodensee-Region, Initiatoren sind die Fachhochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HWTG) und die Denkmalstiftung Thurgau (Schweiz). Gefördert wird die Idee von dem Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein und von der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK).

Bis zum Sommersemester 2024 soll ein robustes Curriculum entwickelt werden, das klassische und moderne Bautechniken integriert. Damit will „Walz 4.0“ eine gemeinsame Plattform schaffen, auf der Studierende und Gesellen grenzüberschreitend forschen und lernen können.

Praktische und theoretische Erfahrungen von den Baustellen können so ausgetauscht und neue Ideen entwickelt werden – damit greift „Walz 4.0“ den ursprünglichen Fortbildungsansatz der Wanderschaft auf, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht.

Durch die Verknüpfung von praktischen Fähigkeiten mit akademischem Wissen sollen neue Möglichkeiten entstehen, mit denen sich die Herausforderungen der modernen Bauwirtschaft gemeinsam meistern lassen.

Im Projekt trifft Tradition auf Moderne, und das nicht ohne Grund, erklärt Reto Kradolfer, Gipsermeister und Firmenchef aus Weinfelden, Schweiz. „Unsere Vergangenheit prägt unsere Zukunft. ,Walz 4.0‘ symbolisiert nicht nur die Evolution des Bauhandwerks, sondern auch die Brücke zwischen historischem Erbe und zukünftiger Innovation.“

Durch die Zusammenführung von Handwerkern und Hochschulabsolventen in einem grenzüberschreitenden Rahmen soll ein lebendiges Forum für den Austausch und die Entwicklung neuer Kompetenzen entstehen – ein Schmelztiegel für Tradition und Moderne.

Aktuell ruft „Walz 4.0” Handwerksbetriebe, Planungsbüros, Hochschulen, Studierende und Gesellen auf sich zu beteiligen.

Walz 4.0

(16.01.2024)