Die Stone+tec (19. bis 22. Juni 2024) in Nürnberg hat bereits jetzt den Umfang der Messe zwei Jahre vorher erreicht

Ideen für Naturwerkstein sind wieder ein großes Thema auf der Stone+tec.

Rund 40 Natursteinfirmen haben sich schon angemeldet / Kongress zu Baustoff Stein, Restauration, Grabmal / Erstmals ist die Tile+tec zum Design mit Fliesen dabei

Über 250 Aussteller werden zur Stone+tec (19. bis 22. Juni 2024) in der Messe Nürnberg erwartet, bereits jetzt ist die flächenmäßige Belegung der Vorveranstaltung erreicht und die Stone+tec verzeichnet weiter eine stetige Nachfrage. Im Angebotsbereich „Naturstein“ haben sich zum jetzigen Zeitpunkt 40 Unternehmen zur Stone+tec 2024 angemeldet, darunter das Bamberger Natursteinwerk, Franken Schotter, Magna Naturstein, Nikolaus Bagnara, Roll Natursteine, African Stone Selection und Medmar.

Auf dem Kongress sind an den ersten anderthalb Tagen massive Konstruktionen und Bauteile aus Naturstein das Thema. Als Referenten konnten Experten unter anderen aus Spanien und England gewonnen werden. Die Sprache der Vorträge ist Englisch

Am Nachmittag des zweiten Tages (Donnerstag 20. Juni) geht es um Korrosion an historischen Bauten.

Der dritte Kongresstag (Freitag, 21. Juni) steht unter der Überschrift „Die Generationen Y und Z denken die Zukunft des Friedhofs neu“.

Erstmals begleitet die Tile+tec die Natursteinmesse und bietet Angebote rund um Design mit Fliesen. An zwei Tagen wird dort auch ein Fliesenseminar vom Fachmagazin „F+P Fliesen und Platten“ veranstaltet, das allen Besuchern offensteht. Nachhaltigkeit, Barrierefreies Bauen, die Digitalisierung des Handwerks und das Bearbeiten von Großformatfliesen: Fliesenleger sehen sich heute einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber.

Einer der größten Angebotsbereiche der Stone+tec ist der Bereich „Ausrüstung für Profis“, in dem sich Werkzeuge und Maschinen versammeln.

Für viele Steinmetze ist das Informationsangebot in der Maschinen- und Technikhalle ein unverzichtbares Highlight der Stone+tec. Trotz der allgemein angespannten Lage am Bau haben viele steinverarbeitenden Betriebe gut zu tun und suchen nach Lösungen, die ihre Produktivität in der Werkstatt und auf der Baustelle steigern.

Franziska Petri, Geschäftsführerin vom Maschinen- und Werkzeuglieferant König in Karlsruhe charakterisiert die aktuelle Situation als anspruchsvoll: „Es wird verhaltener und mit Bedacht investiert. Aber unsere Branche ist so vielfältig in dem, was sie tut, dass es immer Wachstumsbereiche geben wird.“ Besonders gefragt ist laut Franziska Petri das Komplettprogramm für die Bearbeitung des Trendmaterials Quarzit, vor allem aber auch die von König in Karlsruhe entwickelte und gefertigte Quarzit-Trennscheibe Diarex Z7 plus.

Mit Zuversicht blickt auch Matthias Baumann, Geschäftsführer vom Maschinenhersteller Burkhardt-Löffler aus Bayreuth und Langenaltheim in die Zukunft. Die Anfragen nach neuen Maschinen sind rückläufig, es wird aus der Industrie und auch aus dem Handwerk stattdessen gezielt für einen konkreten Bedarf angefragt: „Die Anwender haben ganz genaue Vorstellungen, welche Ausstattung und Funktionen sie für ihre Produktion benötigen. Hierbei erweist sich unser individueller Maschinenbau als sehr vorteilhaft“, erklärt Matthias Baumann. Während das Handwerk aufgrund des Fachkräftemangels immer mehr Automatisierung wünscht, steht in der Steinindustrie die noch engere Vernetzung der Bearbeitungsstationen untereinander ganz oben auf der Agenda.

Der steigende Anteil der Eigenfertigung bei den Steinmetzen führt dazu, dass die Maschinen wieder vielseitiger einsetzbar sind und nicht nur Plattenware, sondern auch stärkere Werkstücke bearbeiten sollen.

Für den Augsburger Werkzeug- und Gerätehersteller weha zeigt sich der Markt konstant zum letzten Halbjahr, erklärt Geschäftsführer Richard Hering: „Die Kaufzurückhaltung ist noch nicht überwunden, der Großhandel gewinnt aber mit seinem Sortiment und der Lagervorhaltung wieder an Bedeutung.“ Das weha-Sortiment umfasst neben Werkzeugen und Verbrauchsmaterial für die steinverarbeitende Industrie auch Klassiker wie die Trennscheiben der „Gift“-Baureihe und den Drehbock.

Den Messeauftritt auf der Stone+tec 2024 wird weha nutzen, um seine Firmengründung vor 75 Jahren zu würdigen: „Wir nehmen die positiven Schwingungen aus Verona von 2023 mit ins Jahr 2024 und bereiten die eine oder andere Überraschung vor – mehr wird noch nicht verraten,“ so Hering.

Stone+tec, 19. bis 22. Juni 2024

Kongress

(09.04.2024)