Miszellen: Neuigkeiten rund um Naturwerkstein und Stein

Wissenschaftlerin neben der lebensgroßen Rekonstruktion eines erwachsenen männlichen Europäischen Waldelefanten. Foto: Lutz Kindler, LEIZADie Neandertaler machten vor rund 125.000 Jahren gezielt Jagd auf Europäische Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus). Das haben neue Untersuchungen an Knochenfunden dieser riesigen Tiere ergeben, die vier Meter hoch wurden und größer als heutige Elefanten waren. Erlegen konnten die Urmenschen vor allem alte männliche Exemplare, da diese abseits vom Schutz der Herden lebten und indem die Jäger gezielt zusammenarbeiteten. Auch das Verwerten der gewaltigen Beute verlangte Kooperation. Dazu setzten sie Steinspitzen und -messer ein. Die Untersuchungen führten Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), des Leibniz-Zentrums für Archäologie in Mainz (LEIZA) und der Universität Leiden in den Niederlanden durch.

In Österreich scheint der Boom bei hauseigenen Wellness-Oasen endgültig vorbei zu sein, zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.

Die historischen Sandsteinfassaden am Südtrakt des Hauptbahnhofs in Zürich sind erneuert worden. Auffallend neben dem Stein sind die Türen und Fenster aus Eichenholz mit Öllasur.

Die drei Klimaaktivisten, die im September 2023 das Brandenburger Tor mit Farbe besprühten, wurden zu Bewährungsstrafen von jeweils acht Monaten verurteilt. Es folgt das Verfahren wegen der Kosten für die Beseitigung der Schäden.

Die Stadt Eberbach am Neckar bietet am 26. Mai 2024 eine Führung mit dem Titel „Fachwerk, Ziegel, Sandstein“ mit Besuch im Naturparkzentrum an.

Auf dem Weg zu nachhaltiger Architektur verbinden Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) Holz und einen Verbund aus Weiden und Lehm. Zudem modernisieren sie die Fachwerkkonstruktionen mit digitalen Entwurfs- und Fertigungsstrategien.

Der Meteorit „Elmshorn“, der am 25. April 2023 auf einem Privatgrundstück in Norddeutschland einschlug, wird samt Entstehungs- und Fundgeschichte in der mineralogischen Ausstellung im Museum der Natur Hamburg präsentiert.

Eine Steinfigur der römischen Götterwelt wurde bei bei Ausgrabungen in Stuttgart-Bad Cannstatt gefunden.

Insbesondere organische Bodensubstanz, die an Minerale gebunden ist, kann CO2 aus der Luft langfristig speichern. Eine Studie zeigt, dass die Bildung solcher mineralgebundener organischer Substanz zwar in erster Linie von der Mineralart abhängt, jedoch auch durch Landnutzung und Bewirtschaftungsintensität beeinflusst wird.
 

Video des Monats: Dieser Film von knapp acht Minuten Dauer beschreibt sehr schön den Weg des Calacatta-Marmors aus dem Steinbruch in Carrara durch die Verarbeitung, natürlich gemeint als Werbung für das Material und die Firmen.

(01.05.2024)