Dazu wird im Hafen ein „Villaggio Italia” (Italienisches Dorf) aufgebaut
In allen Ländern unterhält die Kriegsmarine prächtige Segelschulschiffe, auf denen die angehenden Offiziere das ehemals harte Leben an Bord und die Gewalt der Ozeane kennenlernen sollen. Italien stellt sein Schmuckstück, die „Amerigo Vespucci“, nun auch in den Dienst der Wirtschaft: Im Hafen von Doha werden sich die Messen Marmomac und die Sol2Expo präsentieren. Die Sol2Expo hat ihren Fokus auf Olivenöl und Derivaten davon, wie etwa Bio-Kosmetika.
Die aktuelle Welttour der Amerigo Vespucci dauert vom 01. Juli 2023 bis Februar 2025 und steuert 30 Häfen in 28 Ländern auf 5 Kontinenten an. Stationen mit Wirtschaftsmission waren Los Angeles, Tokio, Darwin, Singapur und Mumbai. Vom 17. bis 22. Dezember 2024 liegt das Schiff in Doha. Danach besucht es noch Abu Dhabi und Jeddah.
Adolfo Rebughini, Generaldirektor der Veronafiere, sagt zum wirtschaftlichen Interesse der Marmomac und der Steinbranche an der Mission: „Katar mit seiner schnell wachsenden Wirtschaft bietet ein ideales Umfeld, um die Lieferkette für Naturstein zu verbessern und dabei den Schwerpunkt auf Bildung und die Förderung der Kultur und Qualität zu legen, die uns schon immer ausgezeichnet haben.“ Doha ist die Hauptstadt des Landes.
An den Wirtschaftsstopps der Welttour wird jeweils ein temporäres „Villaggio Italia” (Italienisches Dorf) aufgebaut. Es handelt sich um einige Pavillons, in denen kulturelle und kulinarische Veranstaltungen stattfinden und Produkte aus Italien gezeigt werden.
Zum Thema Naturstein gibt es in Doha sogenannte „Meisterklassen“ (Masterclasses) mit Vorträgen über das spezielle Knowhow der italienischen Steinfirmen. Referentin in Doha ist die Wissenschaftlerin und Influencerin Grazia Signori, die schon auf der Marmomac 2024 einen Vortrag hielt: „In ihrer Rede wird Signori die wissenschaftlichen und technischen Aspekte im Zusammenhang mit der Verwendung italienischer Natursteinmaterialien in großen Architekturprojekten erörtern“, heißt es auf einer Webpage der Veronafiere.
Dort nennt Federico Bricolo, President der Veronafiere, die anderen Mitwirkenden, die für das Projekt zusammenkommen mussten: „Besonderer Dank gebührt dem Verteidigungsministerium, dem Landwirtschaftsministerium und der Agentur für Exportförderung ITA“.
Amerigo Vespucci wurde 1454 in Florenz geboren und arbeitete für das Bankhaus der Medici in Sevilla. Bis zu seinem Tod im Jahr 1512 unternahm er zahlreiche Expeditionen an die Atlantikküste des gerade erst entdeckten Kontinents in der südlichen Hemisphäre. Den Namen bekam der Kontinent von Martin Waldseemüller, der in seiner Weltkarte von 1507 die neue Landmasse nach dem Italiener benannte.
Tragik des Schicksals: Christoph Kolumbus hatte zwar im Oktober 1492 als erster Europäer die heutigen Bahamas erreicht, hielt jedoch Zeit seines Lebens an dem Irrtum fest, dass es sich um Inseln vor der Küste Indiens handelte. Den Weg nach dort in westlicher Richtung hatte er gesucht, sich in der Entfernung aber um einige 1000 Meilen verrechnet. Weshalb diese Inseln im Englischen noch heute West Indies heißen.
Fotos: Marina Militare Italiana
(19.12.2024)


