Lubosz Karwat: „Passion“.

Bei dem internationalen Treffen ging es um neue Wege für diese Kunst, Organisator war wieder Giulio Menossi

Wir berichten vom 5. Internationalen Symposium für Zeitgenössische Mosaikkunst vom 14. – 25. Oktober 2024 in Sassari auf Sardinien 2024. Bei dem Treffen ging es wie üblich um neue Wege für diese Kunst. Zehn Künstler aus zahlreichen Ländern waren eingeladen, an fünf Tagen ihre Ideen Realität werden zu lassen. Manche brachten ihr Material mit.

Die Teilnehmer waren: Afsaneh Ashki (Iran), Julie Edmunds (UK), Guillermina Gómez (Argentinien), Ayla Ibragimova (Kasachstan), Irit Levy (Monaco), Giorgia Palombi (Italien), Catia Usevicius Maia (Brasilien), Yumie Wakatsuki (Japan), Meghan Walsh (US), Lubosz Karwat (Polen).

Wir stellen die Arbeit des polnischen Mosaikkünstlers Lubosz Karwat ausführlicher vor. Weiter unten Fotos von anderen Arbeiten und ein paar Takte zu dem Symposium und dem Initiator, Giulio Menossi.

5. Symposium für Zeitgenössische Mosaikkunst in Sassari, Sardinien.

„Passion“ nennt Karwat seine Arbeit mit 60 x 60 cm Größe. „Ein Mann und eine Frau beim Tanzen, ein Sturm von Temperament, Gefühlen, Leidenschaft“, schreibt er auf unsere Frage.

Ausnahmsweise habe er hierfür vorab seine Idee als Zeichnung zu Papier gebracht, dies jedoch nicht, um konkret nach einer Vorlage arbeiten zu können, sondern um die beste Darstellung der für das Werk gewünschten Dynamik zu studieren. „Die künstlerische Herausforderung besteht am Ende dann darin, vor Ort die Idee in die Steine zu übersetzen.“

Ausschließlich Naturstein hat er verwendet: Nero Marquina, Azul Bahia, Thassos und ein rotes Konglomerat. Dass der Hintergrund nicht mit Tesserae gestaltet wurde, war der geringen Zeit im Symposium geschuldet.

Abschließend stellt er fest: „Ich weiß, dass es heutzutage bei den Mosaiken keine Begrenzung mehr in Sachen Größe, Material, Oberfläche und Farbe gibt.“

Lubosz Karwat (links) und Giulio Menossi.

„Dynamic Connections“ (Dynamische Verbindungen) lautete der Oberbegriff des Symposiums. Das Konzept dieser Veranstaltungsreihe stammt von Giulio Menossi, der seit 1970 sich ganz der Mosaikkunst verschrieben hat. 1976 gründete er in Udine sein eigenes Studio. Seitdem hat er neben Auftragsarbeiten, teils monumentaler Art, die man in vielen Ländern findet, sich auch immer darum gekümmert, Innovationen in die Branche zu holen und so ihr Überleben zu sichern.

Lang wäre die komplette Liste der Symposia, die er auf vielen Kontinenten initiiert und organisiert hat. Zu den Planungen für 2025 zählt unter anderem eine Veranstaltung in Gravataí, einem Touristenort nahe Porto Alegre. Es wird das 1. Mosaiksymposium in Brasilien sein, nicht allzu weit entfernt von Patagonien in Argentinien, wo Menossi schon zwei Künstlertreffen organisierte.

Gerne wagt er sich an Grenzüberschreitungen: Titel einer Konferenz war einmal „Mosaike als Therapie“, dann richtete er auch schon virtuelle Symposia aus. Manchmal lädt er auch junge Musiker ein, die ein Stück zum Thema Mosaike komponieren.

International Symposium of Contemporary Mosaic

Lubosz Karwat

Giulio Menossi

Afsaneh Ashki (Mail)

Giorgia Palombi (Mail)

Die Künstler des Symposiums.Afsaneh Ashki.Afsaneh Ashki.Giorgia Palombi.Giorgia Palombi.

(25.12.2024)