Zweifellos ein Schmuckstück ist das Stammgebäude der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), das von Grund auf instandgesetzt wurde. Dabei war besondere Sorgfalt geboten, da das DAI größten Wert auf den Erhalt des Hauses in seiner ursprünglichen Anmutung legt. Ein Schwerpunkt war der Erhalt und die Wiederverwendung von Originalteilen, insbesondere der Wand- und Bodenbeläge aus Marmor.
Unter der Leitung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) wurde das 1964 errichtete Haus in der Via Sardegna im Herzen der Stadt auch in Hinblick auf Brandschutz und Erdbebensicherheit saniert. Maßnahmenträger war das Auswärtige Amt.
Erwähnenswert ist unter anderem die Sanierung der „Platneriana“, der im Jahr 1879 vom sächsischen Freiherrn Ferdinand von Platner gestifteten Bibliothek, wo die Einbauten aus schwarzem Marmor aufgearbeitet wurden.
Die Außenfassade ist mit weißem Carrara-Marmor verkleidet.
Die Außenanlagen sind im Verhältnis zum Baukörper sehr klein. Es handelt sich um einen Garten von etwa 100 Quadratmetern, dem jedoch in der dichten Umgebungsbebauung ein hoher Aufenthaltswert zukommt. Gestaltet wurde er nun mit Baumaterialien, die im Gebäude nicht mehr eingesetzt werden konnten.
Das DAI ist heute eine Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes mit Hauptsitz in Berlin und zahlreichen weiteren Standorten im In- und Ausland. Die Abteilung Rom ist die älteste seiner sieben Abteilungen. Bis heute besteht ihr Arbeitsschwerpunkt in der Erforschung des kulturellen Erbes Europas mit besonderem Fokus auf Italien und den angrenzenden Kulturräumen.
Deutsches Archäologisches Institut
Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Fotos: Paolo Fusco







