Klar, mit der 13 als Nummer für die neue Halle hätte sich mancher schwer getan, und im Gegensatz dazu hat die 0 (Null) als Alternative sogar noch etwas Geheimnisvolles: Bei ihrer 59. Ausgabe (vom 23. – 26. September 2025) überschreitet die Marmomac ihr bisheriges Gelände und bezieht als zusätzliche Halle auch die Gallerie Mercatali. Es handelt sich um ein ehemaliges Industriegelände, direkt gegenüber des Haupteingangs der Messe mit dem Palaexpo-Gebäude.
Die Gallerie stammen aus dem Jahren 1951 bis 1956 und dienten 40 Jahre lang als Markt für Früchte und Gemüse für die Großstadt Verona. Ihre außergewöhnliche Konstruktion mit langgezogenem Gewölbe und Parabel-Dach überlebte den Leerstand danach, und so kaufte die Veronafiere im Jahr 2015 das Gelände von der Stadt und versprach, daraus mehr als nur eine Erweiterung für ihre internationalen Messen zu machen. 2020 waren die Baumaßnahmen abgeschlossen.
Zur Marmomac 2025 soll Antolini den beiden zentralen Hallen der Gallerie neuen Glanz geben. Die Firma will dort eine „einhüllende, dreidimensionale Präsentation der Antolini®-Steinwelt“ zeigen, wie es in den Presseunterlagen heißt: 50 der exklusivsten und seltensten Steinsorten sollen dort in besonderer Inszenierung gezeigt werden.
Wir ergänzen: Daneben wird Antolini auch seinen üblichen Standort auf dem Außengelände am Hauptteingang entfernt bespielen. Daran kann man ablesen, welche Bedeutung die Gallerie für die Messegesellschaft haben.
Abgesehen von diesem neuen Schauplatz wird die Messe auch in diesem Jahr wieder die Hallen 1 bis 12 und die Außengelände bespielen. Erwartet werden ähnliche Zahlen wie 2024, nänlich 1400 Aussteller aus 50 Ländern und 300.000 Besucher aus 150 Ländern
Zum Programm gehören:
* Eine tägliche Aufführung von Yuri Ancaranis Film „Il Capo” in der Gesamtlänge von 15 Minuten. Er war 2010 auf dem Filmfestival Venedig gezeigt worden. Wir haben unten zu einem Trailor mit drei Minuten Dauer verlinkt.
* Das Plus Theater findet zum 4. Mal statt und kehrt wieder in die Halle 10 zurück. Die Gestaltung orientiert sich an Le Corbusiers „Plan Voisin“ aus dem Jahr 1925.
– Es wird einige Diskussionsrunden zum Thema „Marmor und Gegenwartskultur“ geben. Dazu gehört Davide Fabio Colacis Betrachtung zu „Marmor und der Wert der Oberflächen” mit einem Blick auf Adolf Loos’ Theorien.
– im Dedalo Minosse Prize wird es eine neue Sektion für Naturstein geben, deren Gewinner auf der Marmomac benannt wird.
– Industriedesigner Raffaello Galiotto hat unter dem Titel „Epiphanie“ wieder ausgelotet, was in der Kombination von Stein mit Technologie entstehen kann.
– Architekturprofessor Giuseppe Fallacara (Bari) zeigt unter dem Titel „Fabula Litica: The Enchanted Forest” Prototypen von 15 internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen.
– Carlo Trevisani and Silvia Dandini zeigen „ADI – Modular Verticalities“.
– Giorgio Canale hat die Ausstellung „Stone Next“ kuratiert.


