Blick in die Ausstellung.

Die Ausstellung „Isa Genzken meets Liebieghaus“ in Frankfurt/Main wurde bis zum 26. Oktober 2025 verlängert. Die Künstlerin greift darin die Forschungen zur Farbigkeit antiker Skulpturen auf, für die das Museum bekannt ist, auf und übersetzt sie in ihre eigene Formensprache: Zu sehen sind zum Beispiel Neuinterpretationen von Nofretete-Abgüssen.

Insgesamt begegnen in der Ausstellung 18 Arbeiten der Künstlerin bekannten Werken der sich über 5000 Jahre erstreckenden Sammlung.

Blick in die Ausstellung.

Isa Genzken (*1948) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart und prägt seit den 1980er-Jahren maßgeblich die internationale Szene. Ihr vielseitiges Gesamtwerk umfasst Skulptur, Collage, Malerei, Film und Fotografie und zeichnet sich durch die Verbindung persönlicher Erfahrungen mit weitläufigen Bezügen zur Kunstgeschichte über 5000 Jahre, zu Architektur und Moderne aus.

Unter anderem geht es ihr darum, Themen wie Identität, Schönheit und die Rolle des Individuums in der Gesellschaft zu erforschen. In ihren Werken kombiniert sie eine beeindruckende Materialvielfalt – von Textil, Zement und Glas bis hin zu Plüschtieren und Flugzeugfenstern.

Blick in die Ausstellung.

Ihre Arbeiten hinterfragen gesellschaftliche und kulturelle Ideale, auch solche, die sich um die – angeblich – marmorweißen antiken Skulpturen drehen.

„Isa Genzken setzt sich mit unverwechselbarem Humor und außerordentlicher Experimentierfreude mit dem Begriff der Skulptur auseinander“, so Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann, Kurator der Ausstellung und Leiter der Antikensammlung des Liebieghauses.

Quelle: Liebighaus, Frankfurt/Main

Fotos: Liebighaus Skulpturensammlung / Norbert Miguletz Fotografie