Budma / Stone 2026.

In Polens Industriestadt Poznán wird es im kommenden Jahr eine neue Art von Natursteinmesse geben: Die bisherige „Stone“ im November wird 2026 vom 03. bis 06. Februar zeitgleich mit der Bau- und Architekturmesse „Budma“ stattfinden. Damit und auch mit den zeitgleichen Veranstaltungen für Baumaschinen („Intermasz“) und für Infrastruktur („Infratec“) will der Veranstalter MTP Grupa die Tatsache nutzen, dass Stein Verwendungen sowohl in der Architektur und im Wohnungsbau als auch im weiten Feld von Straßen und Verkehr hat.

Aus der Sicht der Steinbranche ausgedrückt: Präsentieren sollen sich auf der neuen Messe sowohl Steinplatten für Fassadenverkleidungen als auch Fliesen für Wand und Boden sowie Pflastermaterial für Wege und Plätze. Auch der Bereich von Friedhof und Grabmal wird seinen Schauplatz finden, weshalb ausdrücklich die bisherige „Stone“ nicht aufgegeben, sondern als erkennbare Einheit in das Gesamtgeschehen integriert wird.

Damit will man auch der Tatsache Rechnung tragen, dass viele Steinfirmen sich schwach und unwohl fühlen, wenn ihre Stände umgeben sind von Vertretern konkurrierender Materialien mit viel mehr Marketingmacht.

Was die Baubranche in Polen angeht, könnte in diesem Jahr eine Erholung stattfinden, so die vorsichtige Schätzung des deutschen Germany Trade & Invest (GTAI), einem staatlichen Institut zur Förderung des Engagements deutscher Firmen im Ausland und umgekehrt. Dessen Marktforscher konstatierten, dass ehemals gesperrte Fördergelder der EU in Polen kürzlich freigegeben wurden und dass damit Infrastrukturprojekte und Großinvestitionen starten können.

Für den Wohnungsmarkt stellten sie schon 2024 einen Anstieg bei den Baugenehmigungen fest, gaben aber gleichzeitig zu bedenken, dass es zuvor deutliche Rückgänge gegeben hatte. In einer Analyse vom April 2025 heißt es aber für die nahe Zukunft: „Insbesondere der Wohnungsmarkt gewinnt wieder an Fahrt.“

Und weiter: „Laut dem Marktforschungsunternehmen Spectris wird der Wert des Bausektors in Polen in den Jahren 2025 und 2026 um insgesamt 13,3 Prozent wachsen.“

Was die Baumaterialien angeht, gewinnen Umweltaspekte eine immer größere Bedeutung, so das GTAI: Bei Gewerbeimmobilien legten Auftraggeber großen Wert auf Zertifizierung zum Energieverbrauchs des fertiggestellten Bauwerks. Zu den beliebtesten Standards zählten hier BREEAM, LEED und Well. Man kann vermuten, dass von Materialien aus dem Ausland EPD-Dokumente erwartet werden.

Jedoch spiele Nachhaltigkeit nur die zweite Rolle: „Der Preis ist immer noch das Hauptkriterium.“

Übrigens: Von Poznán aus sind es 270 km oder 3,5 Stunden mit dem Auto oder der Bahn bis nach Berlin. Die Umgebung, mit guten Anbindungen zum Ostsee-Hafen
Gdansk (Danzig), bietet ideale Bedingungen für eine Ländervertretung mit Showroom und Plattenlager zwecks Ausstrahlung nach ganz Westeuropa.

Stone / Budma (03. – 06. Februar 2026)

GTAI